Shortlist
Die internationale Designverkaufsmesse BLICKFANG setzt heuer zum siebten Mal Trends in den Kategorien Möbel, Mode, Schmuck, Licht und Accessoires. Von 15. bis 17. Oktober wird das Wiener MAK zum Markt- und Schauplatz für 140 Kreative mit Eigensinn und erwartete 13.000 Besucher. „Freigeist-Luxus statt Mainstream Lifestyle-Müll“, lautet die Devise der Individualisten fördernden Verkaufsmesse, die jährlich in Wien, Tokyo, Zürich, Stuttgart und Basel stattfindet. Stark kommerzielle Labels, die Kreativität gern in Einheits-Kartons mit beklemmender Größe packen, müssen leider draußen bleiben! Ein lebendiger Mix von gut gestalteten Produkten in verschiedenen Preislagen, die man sonst nicht zusammen sieht, ist gewünscht. Auf der BLICKFANG wird Design nicht chemisch geglättet, sondern noch handverlesen und ist mit seinem eindeutigen Herkunftsnachweis obendrein quasi „echt bio“: Natürliches Wachstum auf rein kreativem Boden im In- und Ausland ist garantiert! Die natürlichen Gewächse, von Spritzmitteln verschont, bringen keine aalglatten Einheits-Klötze hervor, sondern pralle Früchte in den verschiedensten Formen, Arten und Entartungen. Dafür stehen die rund 140 Aussteller der BLICKFANG mit ihrem Namen und sind von 15. bis 17. Oktober im Wiener MAK persönlich als Designer und Infopoint zugleich tätig, um die Abnehmer ihrer ertragreichen Ernte zu umsorgen.
"Erzählende Räume" ist das Thema der vlow!10. Nach dem großen Erfolg von 2008 findet der internationale Kongress für Architekten und Kommunikations- Designer zum zweiten Mal im Festspielhaus Bregenz statt. Vom 22. bis 24. April 2010 bringt die vlow!10 Fachleute aus Architektur, Grafik- und Industrie- Design sowie Werbung und Marketing zusammen. Der Kongress zeigt Modelle branchenübergreifender Zusammenarbeit und fördert neue Netzwerke. Drei Tage lang dreht sich bei der vlow!10 alles um neue Kooperationsmodelle zwischen den kreativen Branchen. Architektur- und Kommunikationsexperten präsentieren Trends und Erfahrungen, tauschen sich aus und treffen mit Auftraggebern aus Industrie und Gewerbe zusammen. Auch für die vlow!10 holen die Organisatoren wieder Top- Referenten nach Bregenz. So hat bereits Shohei Shigematsu, Leiter der amerikanischen Niederlassung von OMA, sein Kommen zugesagt. Der Philosoph Peter Heintel wird 2010 den Eröffnungsvortrag zum Thema "Spiele und Regeln in erfolgreichen Kooperationen" halten. Unter den Referenten sind außerdem Barbara Holzer vom Schweizer Büro HolzerKobler und Kommunikations-Designerin Laurence Madrelle aus Paris.
Die VIENNA DESIGN WEEK vereinte vom 1. bis 11. Oktober 2009 erneut die dynamische Vielfalt zeitgenössischer österreichischer Designer unter einem Dach. Unter dem Label der VIENNA DESIGN WEEK versammelten sich eine Vielzahl hochkarätiger Institutionen und Protagonisten aus dem Bereich Produktdesign sowie Partner aus der Wirtschaft, es vernetzten sich Design-Schaffende mit Design-Produzenten. Die jährlich wiederkehrende VIENNA DESIGN WEEK macht bestehende Institutionen und Leistungen der Stadt in diesem Bereich künstlerischen Schaffens sichtbar, schärft die Wahrnehmung von Design, zeigt unterschiedliche Ansätze und will vor allem Lust auf Design machen.
Am 16 I 17 I 18 Oktober 2009 war das MAK – Museum für angewandte Kunst/ Gegenwartskunst in Wien erneut Schauplatz für erfrischendes Design und Treffpunkt von Designliebhabern. Die BLICKFANG, das Design-Event der besonderen Art, bedeutete auch 2009 wieder drei Tage lang Austausch zwischen Designern und Besuchern, Kennenlernen von neuen Produkten aus nächster Nähe, flanieren und shoppen. Eine Mischung aus rund 140 bereits etablierten und aufstrebenden Designerinnen und Designer aus dem In- und Ausland präsentierten ihre neuesten Produkte und aktuellen Kollektionen. Die BLICKFANG Spots sorgten schon zwei Wochen vor der BLICKFANG für Pre-Event-Feeling und wie jedes Jahr wurden die besten gestalterischen Leistungen mit dem BLICKFANG Designpreis und dem MAK Design Shop Award ausgezeichnet. Die Sonderschau design for kids ließ auch die Jüngsten und ihre designaffinen Eltern nicht zu kurz kommen und der Studentenwettbewerb BLICKFANG next bot eine Plattform für fünf aufstrebende, junge Designtalente.
Für den Auftritt Österreichs auf der Expo Shanghai, die vom 1.5. bis 31.10.2010 stattfindet, lief die Ausschreibung für den ersten Ideenwettbewerb. Die Kreativszene Österreichs war im Mai 2008 aufgerufen, Ideen und Konzepte einzureichen. Die vier besten Einreichungen werden von einer hochkarätigen Jury mit jeweils 25.000.- Euro prämiert. In einer zweiten Stufe wird mit den Siegerideen ein Architekturwettbewerb im Sommer 2008 ausgeschrieben. Mit einer geschätzten Besucherzahl von 70 Mio. und über 200 teilnehmenden Ländern und Organisationen verspricht die Expo 2010 Shanghai alle bisherigen Dimensionen von Weltausstellungen zu sprengen.
Peter Kogler (geb. 1959) zählt zu den international erfolgreichsten österreichischen Künstlern. Das MUMOK präsentierte das umfassende Oeuvre des zweifachen Documentateilnehmers in einer groß angelegten Werkschau mit über 100 Arbeiten von 1979 bis heute. Kogler hat seit Beginn der 1980er Jahre die Medien- und Computertechnologie zur Grundlage seiner installativen Werke gemacht und sich damit von der damals neuen wilden Malerei abgesetzt. Die Ameise, das Gehirn, die Ratte oder die Röhre als einfache Grundmodule sind in ihrer seriellen Vervielfachung dabei zu prägnanten Erkennungsmerkmalen seiner Arbeiten geworden. Das Kunstwerk wird Architektur und der öffentliche Raum zum Träger raumgreifender Arbeiten.
Innovatives Design, ausgefallene Formen, ungewöhnliche Ideen – die BLICKFANG zeigte im Oktober 2008 das Neueste in Sachen Möbel-, Licht-, Mode- und Schmuckdesign. Junge nationale und internationale Designerinnen und Designer trafen auf ein hoch interessiertes und stetig wachsendes Publikum, um ihre aktuellen Kollektionen vorzustellen und zu verkaufen.
Das MAK - Österreichisches Museum für Angewandte Kunst/ Gegenwartskunst - wurde wieder zur größten, progressiven Plattform für up-coming Design. BLICKFANG Modenschauen, die Verleihung des BLICKFANG Designpreises und des MAK Design Shop Awards, den Special Corner mit internationalen Gast-Designern und – Designerinnen aus Sydney – das Programm ist wegweisend und voll Spannung. Dafür sorgte auch die BLICKFANG Sonderschau Architektur, die nach ihrem Erfolg auf der BLICKFANG Stuttgart 2008 nun auch in Wien erstmalig neue und spannende Einblicke in herausragende Baukunst präsentierte.
Mit dem Pritzker-Preis werden üblicherweise nur Architektur-Lebenswerke abgesegnet, die in der globalen Publizistik schon über Jahrzehnte hinweg aufgebaut wurden. Kaum jemals gab es richtige Überraschungen. Auch Peter Zumthor ist keine, aber seine Auszeichnung könnte auch als Botschaft gemeint sein. Erst mit 43 Jahren konnte Zumthor seinen ersten überregional wahrgenommenen Bau realisieren – ein Schutzdach für römische Ausgrabungen in Chur. Die Bauaufgabe ist typisch. Zumthor hatte nach seinen Ausbildungen als Möbelschreiner (in der väterlichen Werkstatt) und Design (in Basel) als Denkmalpfleger gearbeitet. Handwerk, Design und Geschichte, das sind die dominierenden Faktoren seines speziellen Hintergrundes. Dazu kommen noch die Schweizer Spezialitäten: Die alpine Handwerkskultur, verschiedene, ineinander übergehende uralte Kulturen, gesättigter Wohlstand. Da ist es nicht leicht, innovativ zu wirken, himmelwärts Strebendes von vornherein suspekt. Eine Kultur der Ernsthaftigkeit und Gründlichkeit. Nicht selten wurde Zumthor als „Fundamentalist“ beschrieben, der sozusagen noch fundamentaler war als es die ernsthaften und gründlichen Schweizer sowieso schon sind.
Der „Wiener Brückenbaumeister“ Alfred Pauser erhielt im Oktober den 1. Wiener Ingenieurpreis für sein Lebenswerk. Prof. Alfred Pauser war an der Errichtung von mehr als der Hälfte aller Wiener Brückenflächen wesentlich beteiligt und hat über 20 Jahre lang an der TU Wien gelehrt. Im Verlag SpringerWienNewYork ist 2005 sein Buch „Brücken in Wien“ erschienen. Prof. Pauser führt den Leser, nach einer leicht verständlichen Darstellung der Prinzipien des Brückenbaus und der Geologie, durch die Geschichte der Überbrückungen in Wien sowie zu den wichtigsten Brücken unserer Gegenwart und vergisst dabei neben aktuellen Fotos auch nicht darauf, rare historische Bilder und erläuternde Konstruktionszeichnungen zu zeigen.
Gottfried Helnwein hat im Auftrag des Klima- und Energiefonds eines seiner Bilder auf eine Hauswand beim Wiener Naschmarkt malen lassen, die pro Woche nicht weniger als eine Million Blickkontakte verzeichnet. Das Werk wird ein halbes Jahr zu sehen sein. Das Originalbild wurde vom Künstler eigens für diese Installation geschaffen und von zahlreichen Assistenten in klassischer Maltechnik mit Acryl- und Ölfarben aufgetragen. Statt der geplanten zwei Wochen Arbeitszeit wurde das 300 Quadratmeter große Gemälde in nur fünf Tagen fertig gestellt. Der Klima- und Energiefonds versucht mit dieser Kunstaktion im öffentlichen Raum, für die Problematik des Klimaschutzes zu sensibilisieren.
Zum fünften Mal wurde der Otto Wagner Städtebaupreis vergeben. Den Juryvorsitz führte diesmal David Chipperfield. Das Preisgeld von 15.000,- Euro stiftet die Österreichische Postsparkasse. Das Projekt „Raum : Werk : Lehen, Salzburg“ wurde gerade wegen seines vernetzten Ansatzes als Preisträger ausgezeichnet mit Projekten von Halle 1, Touzimsky Herold Architektur mit Wolfram Mehlem und Transparadiso. Finalisten sind das Atelier Heinz Tesar mit Johann Obermoser (BTV Stadtforum Innsbruck) und Klaus Stattmann (Fluc_2 Wien).
Parklife, Salzburg-Lehen
Photo Touzimsky Herold ArchitekturR
Der Pritzker-Preis, die weltweit höchste Auszeichnung für Architekten, ging 2008 an Jean Nouvel. Die Jury würdigte seine „Hartnäckigkeit, Vorstellungskraft, Überschwänglichkeit und vor allem einem unstillbaren Drang nach kreativen Experimenten.“ Nouvel plante u. a. den Glasturm Torre Agbar in Barcelona, die Oper von Lyon, die Fondation Cartier und das Institut du Monde Arabe in Paris, auch Wien kann sich mit Bauten von ihm schmücken. 1986 plante er für die SEG einen Wohnbau aus Holz, mit einer Aluminiumfassade brachte er mehr Licht auf seinen Bauteil in den Gasometern, am Donaukanal wächst gerade sein neuer Uniqua-Tower in den Himmel.
Mehr als 162 Ausstellungen, 330 Veranstaltungen, 600 Architekturexkursionen: Das ist die stolze Bilanz des 1993 als Institution für Architektur und Baukultur eröffneten Architekturzentrum Wien. Das Az W wurde zum viel beachteten Schaufenster der Entwicklungen im Bereich Architektur. Im Juni 1993 konnte das Az W am Areal des MuseumsQuartiers seinen Probebetrieb beginnen. Nach 8 Jahren des provisorischen Ausstellungsbetriebes erfolgte 2001 die Wiedereröffnung auf 2.000 m2. Das Team vergrößerte sich rasch mit dem Zuwachs an Aktivitäten: Eröffnung der Bibliothek, Ankauf des Achleitner Archivs, Start für Archiv und Sammlung, Dauerausstellung „a_schau“, Vermittlungsprogramme, Architecture Lounge...
7-8/2010 Holz
6/2010 Education
5/2010 Tourismus
4/2010 Gebaute Landschaften
3/2010 Splendid Isolation #4
1-2/2010 Kultur
12/2009 Türkei
11/2009 Spirit & Space
10/2009 Movement
9/2009 Stahl & Alu
7-8/2009 Urban Housing
6/2009 Industrie
5/2009 The Social Agenda
4/2009 Engineering
3/2009 Splendid Isolation #3
1-2/2009 Shopping
12/2008 Tourism
11/2008 Hi-Rise
10/2008 Building Latino
9/2008 The Cultural Agenda
7-8/2008 Ökologie Technologie
6/2008 Sports
5/2008 Urbanism
4/2008 Working Environments
3/2008 Splendid Isolation #2