architektur.aktuell 06/2011 – Sustainability

Inhalte dieser Ausgabe

Journal

Schuberth und Schuberth: Sommerhaus an der Donau

Text: Isabella Marboe
Schuberth und Schuberth bereicherten die Strandbadesiedlung Klosterneuburg um ein kleines, feines Haus auf Stelzen. Hochwassersicher lebt sich hier mit einer ausladenden Terrasse an der Küchenbar, Schlafkojen mit Balkon und Blick auf den Altarm der Donau.

Marcel Breuer im Wiener Hofmobiliendepot

Text: Claudia Rinne
In Europa ist Marcel Breuer (1902 – 1981) Bauhäusler und Erfinder des Stahlrohrmöbels, in den USA Harvardprofessor und Architekt. Im Hofmobiliendepot Wien ist die von Mathias Remmele kuratierte Ausstellung des Vitra Design Museums zu sehen, die Breuers ganze Entwicklung und Reichweite sichtbar macht.

Baukunst im ländlichen Kontext

Text: Seraina Carl
Die Architekturabteilung der ETH Zürich würdigt in Ihren Ausstellungsräumen auf dem Hönggerberg in loser Folge das Schaffen schweizerischer Architekten. Diesmal ist die Reihe am Westschweizer Architekturbüro Renato Salvi, dessen Werk sowohl öffentliche Bauten, Wohnhäuser sowie Infrastrukturbauten entlang der Autobahn A16 umfasst.

Die Botschaft der Landkreise in München

Text: Wolfgang Jean Stock
Dieses Problem kennt man in ganz Europa: Was tun mit den vielen modernen Gebäuden aus der Nachkriegszeit? Das nach Plänen von Michael Gebhard und seinem Team grundlegend sanierte “Haus der bayerischen Landkreise” in München ist dafür ein Vorbild.

Zukunftswerkstatt im Wiener Museum of Young Art

Text: Barbara Jahn
Trends kommen nicht von ungefähr, sie sind hausgemacht. designaffairs weiß nicht nur, welche das sind, sondern auch, woraus und warum sie entstehen.

Alternative Strategien für Istanbul

Text: Maria Welzig
Jüngster Schauplatz in der Serie der Urban Age Konferenzen zur Zukunft der Welt-Metropolen war Istanbul. Erstmals initiierten die Veranstalter im Vorfeld einen Workshop, in dem Architekten konkrete Strategien für die Stadt entwarfen.

Vom Hafen zum Stadtquartier: Lyon Confluence

Text: Susanne Stacher
Situiert zwischen zwei konvergierenden Flüssen, wird Lyons zentrumsnahe Halbinsel kontinuierlich von einem industriellen Hafengebiet in ein dynamisches Stadtviertel umgewandelt.

Projekte

Tectoniques architectes
Kinderzentrum in Saint-Didierde-Formans (Ain) – Natur & Kultur: Eine didaktische Koexistenz

Photos: Jérome Ricolleau, Susanne Stacher; Christian Michel, Erick Saillet
Text: Susanne Stacher

Nachhaltigkeit wird bei Tectoniques auf komplexe Weise verstanden: Neben einem ausgeprägten Materialethos, das Holz bevorzugt, ist für dieses Büro die dialektische Koexistenz von Tektonik und Haut, von Natur und Kultur die zentrale Leitlinie ihrer Entwürfe. Das Kinderzentrum in Saint-Didier bietet darüber hinaus auch eine städtebauliche Integration mit dem alten Ortskern.

kirsch
Kindergarten in Wien – Magic Cube

Photos: Hertha Hurnaus
Text: Isabella Marboe

Früher orientierten sich Passivhäuser strikt nach Süden und waren auf der Nordseite geschlossen. Der neue Kindergarten von Clemens Kirsch sieht in jeder Himmelsrichtung gleich aus. Alle Gruppen öffnen sich auf zwei Seiten zum Garten, wo ihnen Außenstiegen und Nebenraumboxen vorgelagert sind. Das sorgt für Schatten und macht einen Würfel zum raffinierten Gebäude in Passivbauweise.

pichler.architekt[en]
Passivwohnhaus in Wien – Amerika an der Donau

Photos: pichler.architekt[en]
Text: Robert Temel

Die Gartensiedlungen rund um die Wiener Alte Donau zeugen von der Sehnsucht nach dem Süden: Hier gibt es Anlagen namens Neu-Florida, Neu-Brasilien und Mexiko, ja sogar ein nördlich-kaltes Franz-Josefs-Land. In Mexiko, mit dem Gewerbebau einer Bäckerei im Rücken, errichtete Architekt Günter Pichler für seine Frau und sich ein kleines Wohnhaus im Passivhausstandard.

Planet Bauprojekt
Soho 2.0 in Innsbruck – Wohnzimmer zum Arbeiten

Photos: Planet Bauprojekt
Text: Edith Schlocker

Das von Planet Bauprojekt entworfene Innsbrucker Soho 2.0 ist anders als ein normales Geschäfts- und Bürohaus. Nachhaltigkeit wird hier ganz groß geschrieben, ökologische, ökonomische genauso wie atmosphärische.

Christian Kronaus + Erhard An-He Kinzelbach
Justizzentrum St. Pölten – Die goldene Maske

Photos: Thomas Ott
Text: Theresia Hauenfels

„Goldener Käfig“ nennen die St. Pöltener das neue Gerichtsgebäude doppeldeutig. Die markante Fassade liefert aber nicht nur optische Sensationen. Ihre zahllosen Perforationen schaffen neue Raumerfahrungen für die Büros dahinter. Und der Baukörper schafft im Dialog mit dem 19. Jahrhundert auch eine neue urbanistische Ordnung im und um den Justizkomplex der niederösterreichischen Landeshauptstadt.

stoll.wagner architekten
Das Tirol-Panorama – Zwischen Wahrheit und Mythos

Photos: Markus Bstieler, Alexander Haiden
Text: Matthias Boeckl

Viel Aufregung hat es um die Translozierung des Tirol-Panoramas von seinem alten Standort in der Stadt auf den legendären Bergisel gegeben. Der Neubau trägt zur Beruhigung in jeder Hinsicht bei: Subtil in die Bergkulisse komponiert, präsentiert er das Riesen-Rundgemälde in einem pathosfreien Raum – statt der gewohnten heroischen Perspektive ermöglicht das Haus nun eine angenehm sachliche Betrachtung der historischen Vorgänge.

soma
Kunstpavillon in Salzburg – Viel Lärm und nichts

Photos: Florian Hafele
Text: Norbert Mayr

Die Architektengruppe soma platzierte die Installation „White Noise“ im April und Mai im historischen Zentrum Salzburgs. Für den Bauherrn Land Salzburg ist der Pavillon direkt zu Füßen der Mozartstatue ein „Botschafter zeitgemäßer Architektur in der Altstadt“.