architektur.aktuell 03/2007

architektur.aktuell 03/2007

architektur.aktuell

Peter Barber: Donnybrook Quarter im Osten Londons, Großbritannien | Donnybrook Quarter in East London, Great Britain

Photos: Morley von Sternberg; Text: Claus Käpplinger
Fusion Architecture

Kaum ein anderes britisches Wohnprojekt des letzten Jahrzehnts erhielt eine solch einhellige positive Resonanz wie das neue Donnybrook Quarter des Londoner Architekten Peter Barber. In Stadtteil Bow im armen Osten Londons schuf der Architekt mit 23 Häusern einen leuchtend weißen Magneten für neue Urbanität, eine variantenreiche Architektur vielfältiger Wohnungsgrundrisse, die u.a. den Housing Design Award, den Royal Academy Architecture Prize sowie einen RIBA Award London erhielt und 2006 sogar in die Longlist des Stirling Prize aufgenommen wurde. Seine erstaunliche Vielfalt, die auch dank günstiger Preise rasch seine Bewohner fand, hebt es weit aus dem Durchschnitt zeitgenössischer Wohnarchitektur in Großbritannien heraus.


sps-architekten: Passivwohnhausanlage “Samer Mösl” in Salzburg-Langwied | “Samer Mösl” Passive Energy Housing Complex in Salzburg-Langwied, Austria-

Photos: Paul Ott; Text: Norbert Mayr
Wohnen am Moor

Am nördlichen Stadtrand Salzburgs planten sps-architekten eine mehrgeschoßige Passivhauswohnanlage in Holzbauweise, für die sie 2006 den 1. Rosenheimer Holzbaupreis erhielten. Simon Speigner und sein Team lösten das Spannungsfeld Städtebau, Passivhaus-Standard und räumliche Qualität in drei schlanken, präzis gesetzten Baukörpern auf. Das städtische, ökologisch anspruchsvolle Ensemble unmittelbar am Moorgebiet “Samer Mösl” bietet hohe Gestalt- und Wohnqualität für rund 200 Bewohner verschiedener ethnischer Herkunft. Geringe Betriebskosten machen die 60 Mietwohnungen auch für Menschen mit niedrigem Einkommen attraktiv.


Georg W. Reinberg & Peter Thalbauer: Sozialer Wohnbau in Wien-Simmering | Social Housing in Vienna, Austria

Photos: Rupert Steiner; Text: Matthias Boeckl
Solar und Sozial

Was kommt heraus, wenn man den traditionsreichen Wiener Sozialen Wohnbau mit einem EU-Projekt für umweltfreundliches Bauen kombiniert? Kommt auf den Architekten an: Wenn der österreichische Pionier des solaren und ökologischen Bauens plant, dann kann man mit einer architektonisch und energetisch überaus anspruchsvollen Lösung rechnen. Und es wäre sogar noch mehr möglich gewesen, wenn die Stadtverwaltung die Ziele des EU-Programms wirklich ernst genommen hätte.


Neumann + Partner/Mascha & Seethaler: Haus der Forschung, Wien | House of Research, Vienna, Austria

Photos: Bruno Klomfar; Text: Matthias Boeckl
Gebaute Wissenschaft

Ein seltener Fall in mitteleuropäischen Metropolen: Jahrhundertlang war ein städtebauliches Filetstück mitten im Kernstadtbereich kaum bebaut – aber binnen eineinhalb Jahren wurde nun ein Bürohaus der besonderen Art geplant und hochgezogen. Perfekt zwischen Unicampus und Universitätsklinik gelegen, soll mit dem “Haus der Forschung” demonstrativ Energieeffizienz, städtebauliche Verantwortung und eine neue Wertschätzung der Wissenschaftsszene plakatiert werden.


Essay

ROMA : AMOR

Text: Maria Welzig
Paradigmenwechsel in den 1990er Jahren

Rom: nach London, Berlin und Madrid viertgrößte Stadt Europas und gleichzeitig Provinzstadt. Dies war die Situation, als Ende 1993 eine der herausragenden italienischen Politiker-Persönlichkeiten der Gegenwart, Francesco Rutelli, erster grüner Bürgermeister Roms wurde. Er blieb in diesem Amt, bis er 2001 wieder in die nationale Politik wechselte und wesentlich zur Abwahl Silvio Berlusconis beitrug; heute ist er in der Regierung Prodi Vizepräsident des Ministerrates und Kulturminister. In seinen zwei Amtsperioden hat Rutelli einen radikalen Paradigmenwechsel in der urbanistischen Entwicklung Roms herbeigeführt.


Interview

“Ohne Fotografie geht gar nichts mehr…” | “Today nothing functions without photography…”
Margherita Spiluttini im Gespräch mit | in conversation with Andrea Nussbaum Photos: Pez Hejduk

Margherita Spiluttini brauchen wir unseren Lesern nicht vorzustellen. Sie hat die österreichische Architekturszene mit ihren Bildern begleitet. Jetzt war es an der Zeit einmal hinter die Kamera zu blicken und die Grande Dame der österreichischen Architekturfotografie zu interviewen. Das österreichische Bundeskanzleramt zeichnete sie Ende 2006 mit dem österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst aus. Andrea Nussbaum traf Margherita Spiluttini Ende Januar in ihrem Wiener Atelier und sprach mit ihr über das Generieren von Vorstellungen. Die “Making Of”-Fotos stammen von Pez Hejduk, einer ehemaligen Mitarbeiterin von Margherita Spiluttini, die sich vor ein paar Jahren als Fotografin in Wien selbstständig machte


Small&Smart

Vehovar & Jauslin: Besinnungsraum Oase in Männedorf, Schweiz | Oase contemplation space in Männedorf, Switzerland

Photos: Antje Quiram, Niklaus Spoerri; Text: Seraina Carl
Fließen und Ruhen

Das evangelische Tagungs- und Studienzentrum Boldern bei Männedorf liegt auf einer Sonnenterrasse hoch über dem oberen Zürichsee. Die Anlage ist ein Konglomerat von Einzelbauten auf der grünen Wiese, zwischen denen der Pavillon von Vehovar & Jauslin Architektur einen frischen Akzent setzt. Der Pavillon bietet den Seminarteilnehmern Raum, sich vom Seminaralltag zurückzuziehen und zu besinnen. Er ist konfessionslos gehalten und soll allen Menschen jederzeit offen stehen.


SNAPSHOT

Gramazio & Kohler: Informierung von Architektur | Informing architecture

Photos: Dfab/ETH Zürich, Ralph Feiner, Roman Keller, Daniel Kobel, Mike Lyrenmann; Text: Laurent Stalder
Informierung von Architektur

“Informierung von Architektur”: Mit diesem Neologismus umschreiben die Zürcher Architekten Gramazio & Kohler ihre Entwurfsmethode: Unter “Informierung von Architektur” werde die “Wechselbeziehung zwischen digitalen Daten und physischer Materie, zwischen Information und Bauwerk” verstanden. Dabei würden “Entwurfsinformationen in Form von Daten und Prozeduren mit der gebauten Architektur” zusammengeführt, “am Computer beschriebene Bauteile direkt maschinell” gefertigt. Digitale Daten und Materie würden als gleichwertige Aspekte einer neuen architektonischen “Realität” verstanden, die es im Entwurfsprozess von der Programmierung über den Computer bis hin zur Herstellung über den Industrieroboter zu vereinen gäbe. (…)

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