architektur.aktuell 03/2011

architektur.aktuell 03/2011

Splendid Isolation #5

Bohuslav Fuchs-Präsentation im Wiener Ringturm

Text: Matthias Boeckl
Anders als in Österreich und Deutschland war die moderne Architektur der damaligen Tschechoslowakei kein Minderheitenprogramm einer gebildeten Elite. Im Gegenteil – sie konnte sich auf breite Identifikation der Bevölkerung mit dieser optimistischen, innovativen Sprache einer industriellen Zukunft stützen, die nicht zuletzt auch eine deutliche Abkehr von der bis 1918 bestimmenden österreichisch-barockisierenden Kultur demonstrierte.


Villa 3s von LOVE architecture and urbanism

Text: Ulrich Tragatschnig
Die Geburt seiner Tochter war ein entscheidender Grund für Bernhard Schönherr vom Büro LOVE architecture and urbanism, aus einer Stadtwohnung in ein Einfamilienhaus am Stadtrand zu übersiedeln. Dort hin, wo die Straßen noch Privatstraßen sind, Kinder also relativ gefahrlos auf ihnen spielen können.


Kunst im Bau am Park

Text: Maria Welzig
„An die BewohnerInnen der Vorgartenstraße 122–128“, schreibt der Astronaut Leroy Chiao, „im Moment, als ich dieses Foto von meinem Raumschiff aus aufgenommen habe, (…) machte mein Herz einen Sprung angesichts der Schönheit des kontrastierenden Anblicks: der kalte, schwarz-weiße Mond gegenüber der warmen, lebendigen Erde. Augenblicklich wurde ich wieder zum 8-jährigen Jungen, der den Mond anschaut und Astronaut wird.“


Ausstellung in Mürzzuschlag: Raum hören

Text: Isabella Marboe
Die Schau „Klang Körper Räume“ im Kunsthaus Mürz thematisiert die Wechselbeziehung von Auge, Ohr und Bewegung in der Wahrnehmung von Räumen. Kuratorin Charlotte Pöchhacker zeigt sie an exemplarischen Projekten aus Kunst und Architektur auf.


Bauherrenpreis 2010: Neu weil zweistufig

Text: Ulrich Tragatschnig
Um jene Bauherren zu würdigen, die sich „für die Baukultur in besonderer Weise verdient gemacht haben“, verleiht die Zentralvereinigung der Architektinnen und Architekten Österreichs seit 1967 den Bauherrenpreis.


Dennis Oppenheim (1938–2011): Die Dinge auf den Kopf stellen

Text: Klaus Dieter Weiss
Mehr als die Hälfte der urbanen Spezies Mensch lebt seit dem Jahr 2007 in Städten. Nicht nur in Megastädten, sondern auch in Städten wie
Herford (65.000 Einwohner), in der gegen einen Künstler wie Dennis Oppenheim lange politisch gekämpft worden ist. Sogar mit dem ersten Bürgerentscheid Nordrhein-Westfalens gegen eine künstlerische Arbeit im Stadtraum, zuletzt auch mit einfältigen Schmierereien aus der Spraydose.


Kunstraum Türkentor in München

Text: Claudia Rinne
Bürgerschaftliches Engagement, Sach- und Kunstverstand kamen zusammen, um in München ein innerstädtisches Kasernenfragment in eine vielschichtige Installation des US-amerikanischen Künstlers Walter De Maria zu transformieren.


Projekte

Antón García-Abril
„La Trufa“, Costa da Morte, Spanien – Zurück zur Natur

Photos: Ensamble Studio, Roland Halbe
Text: David Cohn

Konstruktionsexperimente sind das Markenzeichen von Antón García-Abril, einem der Stars der Architekturbiennale 2010. Sein eigenes Ferienhaus war selbstverständlich auch ein Labor innovativer Konstruktionsweisen, bei denen Pflanzen, Tiere und auch die Zeit mitbauen durften.


LP architektur
Haus T. und S. in Radstadt – Dunkle Hülle, helle Hülle

Photos: Volker Wortmeyer
Text: Norbert Mayr

Das Einfamilienhaus ist die klassische Bauaufgabe für Eigenleistungen der Bauherren. Sie gelingt, wenn Planer und Nutzer dabei gleichermaßen innovativ denken. Hier verband die Akteure Experimentierfreude und die Bereitschaft, Entwicklung zuzulassen, Normen kritisch und unkonventionell zu hinterfragen.


propeller z
FLAG, Fahndorf, Niederösterreich – Ortsbezogen weltentrückt

Photos: Hertha Hurnaus
Text: Isabella Marboe

Mit wenig Budget, viel Eigenleistung und Fingerspitzengefühl machten Carmen Wiederin und Philipp Tschofen von propeller z ein desolates Gehöft zum stimmungsvollen Refugium. Der Scheune wurde ein Stück Dach gekappt, satt dessen sitzt nun eine leichte Raumkapsel auf der Hügelkuppe. Ihre sonnige Glasfassade fängt die Landschaft ein und bildet so die ideale Ergänzung zum Bestand.


HERTL.ARCHITEKTEN
Weishäupl Haus, Wartberg, Oberösterreich – My Home Is My Castle

Photos: Walter Ebenhofer
Text: Matthias Boeckl

Ländliche Einfamilienhaus- Siedlungen rund um gewachsene mitteleuropäische Ortskerne zeigen immer noch eine erschreckende Monotonie und Innovationsresistenz. Gernot Hertls Wohnhäuser hingegen beweisen, dass schon mit wenigen, aber gezielten typologischen Änderungen ein völlig neues Städtebau-Bild geschaffen werden kann.


Dominikus Stark Architekten
Education Center Nyanza, Ruanda – Zeitgemäßer Lehmbau im Land der tausend Hügel

Photos: Florian Holzherr
Text: Leonie Manhardt

Bauen mit naturnahen und naturbelassenen Materialien gewinnt immer mehr an Bedeutung. So ist Lehm auch in unseren Breitengraden wieder zu einem gefragten Baustoff geworden. Erfreulich jedoch ist, dass vor allem in Ländern, wo Lehm seit jeher als traditioneller Baustoff galt, dieses Material auch in der neuen Architektur seine Bedeutung behält.


Carsten Roth
Konzernzentrale Österreichische Volksbanken AG, Wien – Ein Wiener Haus von Welt

Photos: Klaus Frahm/artur images
Text: Isabella Marboe

Das neue Kundenzentrum der Volksbank liegt im Kerngebiet des Wiener Weltkulturerbes. Carsten Roth reagierte darauf souverän. Der Neubau bildet mit dem sanierten Bestand einen klassischen Block, seine Lochfassade ist eine raffinierte Transformation der Gründerzeit. Im folienüberdachten Hof in der Mitte aber werden textil umhauste Türme zur exklusiven Skyline.


Werner Schmidt
vonRoll Pavillon, Oensingen, Schweiz – Wieder aus dem Ei geschlüpft

Photos: Lucia Degonda, Atelier Werner Schmidt
Text: Andrea Bocco Guarneri

Werner Schmidts Pavillon ist ein klares Beispiel für architektonischen Synkretismus: schlichte Form, triviale Materialien und moderne Technologie.

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