architektur.aktuell 05/2003

architektur.aktuell 05/2003

today´s city

Herzog & de Meuron: Das Laban in Deptford, England | The Laban In Deptford, England

Photos: Hélène Binet, Dennis Gilbert, Christian Richters; Text: Peter Allison
Urbane Artefakte

Mit der Tate Modern haben Herzog und de Meuron gezeigt, wie sich bereits aufgegebene urbane Strukturen durch gezielte Interventionen zu neuen, vitalen Zentren entwickeln lassen. Mit dem Laban Theatre bilden sie nun auch ein strukturell neues “Artefakt”, das als eine Art Stadtgenerator fungiert.


Grüntuch Ernst: Bürohaus am Elbufer in Hamburg, Deutschland | Office Building On The Banks Of The Elbe In Hamburg, Germany

Photos: gea, Werner Huthmacher; Text: Claus Käpplinger
Die Schönheit der Konstruktion

Bothe Richter Teherani, Grüntuch Ernst, Antonio Citterio und Horst von Bassewitz – mithilfe dieser weithin bekannten Namen will Hamburg das Elbufer im Westen der Stadt wiederbeleben. Mit dem jüngst vollendeten Bürobau von Grüntuch Ernst erfährt das Unternehmen einen weiteren Höhepunkt. 


van Herk & de Kleijn: Wohnturm für Marineoffiziere in Den Helder, Niederlande | Residential Tower Blocks For Navy Officers In Den Helder, Netherlands

Photos: Luuk Kramer; Text: Klaus-Dieter Weiß
Sonnenreflektor

Ein Pendant für diesen das Sonnenlicht narrenden Wohnturm am Meer wird man hinter Militärbarrieren anderer Nationen lange suchen müssen. Aber ganz selbstverständlich ist Architektur im Heimathafen der Marine selbst für Niederländer nicht. Das Engagement der Navy für ihre Offiziere gehört zu den positiven Überraschungen einer Berufsarmee. Die unterschiedlichen Waffengattungen stehen wunderbarerweise auch architektonisch in Konkurrenz. Diesen Umstand nutzte Reichsbaumeister Jo Coenen für einen Architektenwettbewerb auf nahezu unzugänglichem Gelände.


Essay

Trial and Error – Architekturpraxis in Valparaiso, Chile | Trial And Error – Architectural Practise In Valparaiso, Chile

Text: Michael Bier

Der 12. Oktober 1992 war ein gutes Datum, Österreich zu verlassen und in Lateinamerika weiter zu arbeiten. Valparaíso war mir schon bekannt, ich hatte auch Freunde hier. Mein Plan war, mit drei bis vier Arbeitern kleinere Wohneinheiten zu bauen, sie zu verkaufen und das Kapital wieder in etwas Neues zu investieren. Aber die Grundvoraussetzungen dafür waren, wie sich herausstellte, nicht die Handwerker, sondern Rechtsanwälte und Steuerberater. Will man, so geht alles rasch in Valparaíso: Nach nur drei Monaten war das erste Haus gekauft und meine zwei Firmen eingetragen. Die Arbeit konnte beginnen. 

Drescher + Kubina: Haus der Architektur in München, Deutschland | Haus der Architektur In Munich, Germany

Photos: Simone Rosenberg; Text: Wolfgang Jean Stock
Betonquader im Park

Als die Bayerische Architektenkammer vor sieben Jahren aus der Münchner Innenstadt in einen noblen Vorort übersiedelte, stand auf dem parkartigen Gelände nur eine putzige neobarocke Villa. Ihr gegenüber bildet der im Frühjahr 2002 bezogene Neubau der Kammer den puren Gegensatz. Der kantige Baukörper aus Sichtbeton und Glas ist sogar derart minimalistisch gestaltet, dass man ihn auf Anhieb nicht mit der heutigen Münchner Architektur in Verbindung bringen würde. 

Kister Scheithauer Gross: Ökumenisches Seelsorgezentrum des Universitätsklinkums Dresden, Deutschland | Ecumenical Pastoral Centre Of Dresden University Clinic, Germany

Photos: Sigrid Schütze-Rodemann; Text: Claus Käpplinger
Rohe Geborgenheit

Von neuer Religiosität scheint Deutschland erfasst, wenn man die Architekturzeitschriften der letzten Jahre verfolgt – was auf den ersten Blick kaum zu den alltäglichen Nachrichten über schwindende Kirchengemeinden und -finanzen passen mag. Dahinter verbirgt sich in der Tat keine neue religiöse Bewegung, sondern die Zuwanderung und das verstärkte Werben der großen Kirchen um Gemeindemitglieder. Recht unvermittelt gewann Architektur daher für die Kirchen wieder an Bedeutung, um das offenbar wachsende Bedürfnis nach sakraleren Räumen zu befriedigen, das in den Jahrzehnten kirchlicher Multifunktionsarchitektur vernachlässigt wurde. 

HALLE 1: Kindergarten am Gebirgsjägerplatz in Salzburg | Kindergarten On Gebirgsjägerplatz In Salzburg, Austria

Photos: Gebhard Sengmüller; Text: Roman Höllbacher
Spielzeugschachtel im Park

Von der Fachwelt bislang wenig beachtet, hat die Stadt Salzburg in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe neuer Kinder- und Jugendbetreuungsstätten von bemerkenswerter Qualität errichtet: Kindergärten von Max Rieder und one room, das Kinder- und Jugendhaus Liefering von Thomas Forsthuber und einen Kinderhort in Taxham von Flöckner&Schnöll. Mit diesen in nur wenigen Jahren entstandenen Vorzeigeprojekten steht Salzburg im Vergleich der österreichischen Landeshauptstädte einzigartig da. Nun wurde dieser schönen Sammlung ein weiteres Stück hinzugefügt. (…)

INNOCAD: Wohnhaus in Graz, Steiermark | Apartment Building In Graz, Austria

Photos: Paul Ott; Text: Matthias Boeckl
Das edle Rohe

Öffentliche Subventionen sind für eine sinnvolle und nachhaltige Stadtsanierung unentbehrlich. Wenn sie auch noch von ambitionierten Architekten und findigen Bauherren für neue Wohnideen verwendet werden, dann hat der Stadtumbau gute Zukunftsperspektiven. Das aufstrebende Grazer Jungbüro INNOCAD zeigt, wie man’s macht.


Small&Smart

Helmut Galler: Restaurant ON in Wien-Josefstadt | Restaurand ON In Vienna, Austria

Photos: Christian Hikade; Text: Gerald A. Rödler

NO (-) ON (:) YES (!)
Der aus einer Nachbarstadt Shanghais stammende Bauherr und zugleich glutamatfrei zaubernde Chef-de-Cuisine hat das Namenskonzept seines Architekten reflektiert und aus dem doch verneinenden NO ein positiveres ON gespiegelt. Simon Xie Hong setzte mit Partner Norbert Szirch in der gastroszenisch bereits dicht besiedelten Wiener Josefstadt das minimalistische Konzept für ein neoasiatisches Restaurant mit den Planern Helmut Galler und Christian Steiner um. Ursprünglich sollte das Lokal in demonstrativer mainstream-Ablehnung schlicht NO heißen. 

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