
architektur.aktuell 09/2012
Lorenz + Partner/Sophie & Peter Thalbauer – Aufstockung in Salzburg
Text: Norbert Mayr – Missing link gelandet
Der Max-Ott-Platz ist seit dem Entstehen der Gründerzeit-Stadterweiterung in den 1860er Jahren ein besonderer Ort. An der städtebaulich exponiertesten Stelle des Sternplatzes entstand damals das Fünfhaus. Fritz Lorenz baut am Bestand angemessen weiter.

Auf der obersten Ebene liegen die Wohnräume der Maisonetten mit Terrassen | Fotograf: Erika Mayer
otmarhasler-architektur – HTBLVA Wien V
Text: Isabella Marboe – Textil in Variationen
Teile der Höheren Technischen Lehr- und Versuchsanstalt für Textilindustrie und Datenverarbeitung in Wien stehen unter Denkmalschutz. Otmar Hasler sanierte und ergänzte den Bestand vorbildlich. Luftbrücken verbinden ihn mit dem neuen Zubau am Eck, der an den beiden Straßen mit einer raffinierten Fassade aus Aluminiumlamellen glänzt. Subtil verweist sie auf die textile Geschichte der Schule. Der Hof wird von transparenten, niederen Labors gerahmt.

Niedrige Fassade des Labortrakts | Photo Gisela Erlacher
:mlzd – Stadtmuseum Rapperswil-Jona
Text: Edith Schlocker – Ein Haus mit Haltung
Janusköpfig gibt sich das vom Bieler Architekturbüro :mlzd gebaute Haus, mit dem das Stadtmuseum Rapperswil-Jona zwei neue Gesichter bekommen hat. Ein golden perforiertes vorne, während das hintere gleich ist wie bisher. Wäre da nicht das goldene Satteldach.
Pedro Kovacic – The Singular Patagonia Cold Storage Museum & Hotel, Puerto Bories, Chile
Text: Jeannette Plaut – Ein Extrembeispiel von Nachhaltigkeit
Sogar ein altes Kühlhaus am Ende der Welt kann neues Leben entfalten: Die Anlagen werden zum pittoresken Schauerlebnis, das mit wenigen, gezielten Interventionen wirkungsvoll in Szene gesetzt wird.
Projects
Dietmar Feichtinger – Groupe Scolaire Lucie Aubrac Nanterre, Frankreich
Text: Dominique Boudet – Einfühlung statt Infantilität
Der Ort ist eine Herausforderung: Im Hochhausquartier La Défense hat Dietmar Feichtinger eine Schule errichtet, trotz der Härte des Umfelds Einfühlung für ihre Nutzer und poetische Qualitäten zeigt.
Markus Pernthaler – Messequartier Graz
Text: Ulrich Tragatschnig – Der Stadtteil als geknickte Masse
Das Grazer Messequartier vereint Bebauungsdichte in bester Lage mit formaler Qualität und bringt unterschiedliche Nutzungen in einem mächtigen, gleichwohl gut komponierten Ensemble zusammen.
BWM Architekten und Partner & Michael Manzenreiter – Hotel Topazz, Wien
Text: Matthias Boeckl – Traditionen der Modern
Wiens Innenstadt zählt global zu den attraktivsten Tourismus-Kulissen. Geschichte und Architektur, Musikhäuser und Museen von Weltklasse, Sauberkeit, Sicherheit und Wohlstand ziehen Scharen von Kultur- und Kongresstouristen an, die oft mehr Geld pro Tag ausgeben als derzeit eher kostenbewusste Business-Traveller. Auch im fünften Jahr der Finanzkrise boomen hier noch die Fünfsternhotels globaler Ketten. Gutes und ressourcenbewusstes Design wird aber im Format der Boutique-Hotels gemacht.