architektur.aktuell 10/2011

architektur.aktuell 10/2011

Add-on

Ai Weiwei im Kunsthaus Bregenz

Text: Edith Schlocker
FREE AI WEIWEI steht in riesigen roten Lettern auf dem Dach des Bregenzer Kunsthauses geschrieben, das der unbequeme chinesische Künstler derzeit mit seiner Art/Architecture bespielt.


Sternstunden einer Stadt

Text: Isabella Marboe
Die Weltgeschichte meinte es nicht immer gut mit Belgrad. Die Vitalität der Stadt aber trotzte allen Kriegen. Viele „Momente der Architektur“ kamen zustande. Die gleichnamige Ausstellung im Wiener Ringturm zeigt die besten Belgrader Bauten.


Stanley Tigermans reale Fantasterei

Text: Dominika Glogowski
260 Projekte aus dem Bestand des Meisterprovokateurs Stanley Tigerman werden in das Archiv der Yale Universität eingegliedert. Aus diesem Anlass wurde im August eine umfangreiche Retrospektive in der historischen Paul Rudolph Halle der Yale School of Architecture eröffnet.


Testlabor für Räder

Text: Isabella Marboe
Auf der Kennedybrücke in Hietzing planten die Architekten Ablinger-Vedral eine Fahrradgarage. Der Pionier über dem Biker-Highway am Wienfluss wird bis dato mehr zum Sitzen als zum Parken genutzt.


Unerwartete Korrespondenzen im Italienischen Kulturinstitut Wien

Text: Franco Veremondi
Ein Stück Venezianische Kunst-Biennale ist zu Gast in Wien und lässt überdies eine gewisse heimische Atmosphäre nicht vermissen.


Restaurant 39V in Paris

Text: Susanne Stacher
Mitten im goldenen Dreieck der Champs Elysées liegt geheimnisvoll verborgen wie ein Diamant in einer Schatulle das von Naço architectures signierte Restaurant 39V. Im letzen Stock eines Haussmann’schen Altbaus, uneinsehbar und völlig abgeschlossen von der Außenwelt, wird Luxus hier als diskrete Insideradresse zelebriert, deren Exklusivität in einer Suite von ritualisierten Schwellen und allumfassendem Design zum Ausdruck kommt.


Beste Europäische Architektur

Text: Claudia Rinne
Die Europäische Union hat zum 6. Mal zeitgenössische Architektur in Europa mit dem Mies van der Rohe Award ausgezeichnet. Dieses Jahr wurden sowohl mit dem Hauptpreis als auch mit der Emerging Architects Special Mention Bauten, die Altes mit Neuem verbinden, der internationalen Aufmerksamkeit empfohlen.


Projekte

EM2N
Viadukt, Zürich – Vitale Implantate

Photos: Roger Frei, Antje Quiram
Text: Matthias Boeckl

Add-ons verändern stets auch Funktionen und Wirkungen eines Baus in seinem Kontext. Zürich macht sich das zunutze, um einem ganzen Stadtquartier neue Transformations-Impulse zu verschaffen.


architekturbüro HALLE 1
Felsenreitschule Salzburg, Dacherneuerung – Vom Hof zum Raum

Photos: Gebhard Sengmüller
Text: Norbert Mayr

Die Felsenreitschule ist der eigentliche Nukleus des Salzburger Festspielbezirks. Der großzügige Hof der ehemaligen fürsterzbischöflichen Stallungen weckte bereits im Gründungsjahr 1920 die Begehrlichkeit der Festspiele und wurde über Jahrzehnte mehrmals umgebaut. 2010/2011 hat das Salzburger architekturbüro HALLE 1 den Spielort mit Akustikwänden und -decke sowie einem technisch raffinierten Schiebedach ambitioniert erneuert.


yes architecture – Marion Wicher
Ferienhaus im Sausal, Steiermark – Klein, aber groß

Photos: Wolfgang Croce, Klaus Kempenaars, SOMMER-ART.AT
Text: Irmgard Brottrager

Das „Kellerstöckl“ ist ein uralter und charakteristischer Bautyp der Weingegend im Südosten Österreichs. Seine ursprüngliche Funktion musste er im modernen Weinbau längst aufgeben – aber als Add-on-Basis für Ferienhäuschen ist er perfekt geeignet.

t-hoch-n
Penthouse P in Wien – Aus dem Dach geklappt

Photos: Rupert Steiner
Text: Isabella Marboe

Auf ein schönes Gründerzeithaus in der Großen Schiffgasse setzten t-hoch-n Architekten ein neues Dach. Dort sorgen nun zwei gläserne Gaupen mit ihrer feinen Geometrie für Schwebegefühl. Auch hofseitig zeigt der Leichtbau viel Hang zur Freiheit: Dort gibt es eine große Terrasse mit Treppe aufs Flachdach.


synn architekten
Adaptierung und Erweiterung Bürogebäude Luxbau in Hainfeld, Niederösterreich – Perfekter Transformator

Photos: Hertha Hurnaus
Text: Isabella Marboe

Mit viel Fingerspitzengefühl veredelten synn architekten das Erdgeschoß einer Gründerzeitvilla und ein abgenutztes Büro aus den 1930ern zum Referenzprojekt der Baufirma LUX. Formvollendet dynamisch verbindet ein neuer Gang die zwei Häuser und ihre verschiedenen Niveaus. Die perfekte Sichtbetonschalung von Flur und Foyer wird zur Visitkarte des Betriebs.


Herzog + Partner
Oskar von Miller Forum in München – Technik als Gestalter

Photos: Cassian Herzog, Verena Herzog-Loibl, Jörg Koopmann, Christoph Rehbach, Roland Schneider
Text: Wolfgang Jean Stock

Unter den zeitgenössischen deutschen Architekten ist Thomas Herzog der Pionier für nachhaltiges Bauen. Diese Leistung wird schon seit langem auch international anerkannt. Sein jüngstes Beispiel für energieeffiziente Architektur ist dieses multifunktionale Gebäude im Zentrum von München.


Baumschlager Eberle
Solids Ijburg, Amsterdam, Niederlande – Programmoffene Stadthäuser

Photos: Werner Huthmacher
Text: Klaus-Dieter Weiß

Architektur heutzutage schon in der Gebäudebezeichnung mit dem Begriff „solide“ hervorzuheben, ist auf den ersten Blick eine clevere Marketing-Idee. Der neue, aus dem Wasser geschöpfte Amsterdamer Stadtteil Ijburg will sich gleich mit mehreren „solids“ schmücken. Andererseits steckt viel mehr hinter dem Konzept – nicht zuletzt des Bauherrn Frank Bijdendijk, als die formalen Anklänge an die Chicago Classics, etwa Sullivans Kaufhaus Carson Pirie Scott (1899–1903), ahnen lassen.

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