Von der Produktionshalle zur Ausbildungsstätte

studio ne, Hochschule für Architektur, Weil am Rhein, Deutschland

Hürden in den Berufseinstieg

Wettbewerben, dass ...? 

Raum für Traditionen ohne Kitsch

dunkelschwarz, Haus der Vereine, Neumarkt am Wallersee, Österreich

architektur.aktuell 7-8/2025

Next Generation

Losgelöst vom Alten | Next Generation

06. August 2025

Inmitten von Krisen, Konkurrenz und kapitalistischen Zwängen setzt diese Ausgabe beim Anfang an: beim Einstieg ins Berufsfeld, ins Lernen, ins Wirken. Sie gehört einer Generation, die sich nicht mit dem Gegebenen begnügt, sondern es hinterfragt und verschiebt. Ihre Perspektiven stehen im Zentrum – und die Räume, in denen sie lernen, arbeiten, widersprechen.

Statistik | Architekturbüros in Österreich
Wien verzeichnet mit über 2.000 Architekturbüros nicht nur die höchste absolute Zahl, sondern auch die höchste Dichte pro Einwohner:in – gefolgt von Tirol und Vorarlberg. In den weniger urban geprägten Bundesländern wie Niederösterreich, Kärnten und dem Burgenland liegt die Architekturbürodichte hingegen deutlich niedriger.

Architektur, die aufgeht | BAT Studio, The Blooming Shed
Im Gemeinschaftsgarten des Chase Farm Hospitals in Nord- London steht seit Kurzem ein kleines Gebäude mit großer Aussage. „The Blooming Shed“ wurde von BAT Studio als Teil eines Programms zur Entwicklung neuer Räume für mentale Gesundheit errichtet. Entstanden ist ein feiner Holzbau mit beweglicher Fassade, gebaut mit minimalem Budget und maximaler Genauigkeit.

WEtransFORM | Zukunft bauen in der Gegenwart
Ausstellung in der Bundeskunsthalle Bonn,
6. Juni 2025 bis 25. Januar 2026

Immo-Kolumne | Die andere Seite
Der Arbeitsplatz als Ort löst sich auf Braucht die Arbeitswelt von morgen noch Büroflächen? Auf diese Frage läuft es hinaus, wenn wir über die Zukunft von Gewerbeimmobilien nachdenken.

Nachgefragt mit topf.studio | Prost, Reumann | Foundation Three | FREDIANA.studio | kollektiv k

Unifokus | Ressource Research Reset
Lehrstuhl für Entwerfen und Gestalten | TUM School of Engineering and Design | Technische Universität München

Abgegeben und ausgebrannt | Mentale Gesundheit im Architekturstudium
08:30 Uhr, aufstehen. Kaffee. In die Uni fahren. Grundrisse zeichnen. Kaffee. Rendern. Computer abgestürzt. Zigarette. Oh, schon 17 Uhr? Kaffee. Ich sollte mal was essen. Präsentation vorbereiten. Plot exportieren. Kaffee. Schon wieder eine Nachtschicht.

Unlearning Architecture | VAS² als Schule des Möglichen
Wieso braucht es Bildung jenseits universitärer Strukturen? Wie lässt sich ein offener Lernraum für Architektur in Wien gestalten? Muss dieser auf bereits etablierten institutionellen oder ökonomischen Hierarchien aufbauen? Zu solchen und ähnlichen Fragestellungen traf sich die Vienna Architecture Summer School (VAS²) ab Februar 2022 fast wöchentlich im Café am Heumarkt.

Gefasste Leere | Edoardo Tresoldis raumbildende Skulpturen
Zunächst nur ein vages Flimmern in der Ferne, eine fragile Erscheinung im Sichtfeld, kaum greifbar. Was sich am Horizont abzeichnet, oszilliert zwischen Immaterialität und Präsenz, eine Silhouette aus Licht, gezeichnet in den Raum. Die Form wird erst allmählich erfassbar, wie ein optisches Trugbild, das sich nicht in Volumen verdichtet, sondern in unzählige Linien zerfällt. Erst mit wachsender Nähe verwandelt sich der Eindruck in ein raumgreifendes Erlebnis.

Von der Produktionshalle zur Ausbildungsstätte | studio ne, Hochschule für Architektur, Weil am Rhein, Deutschland
Dem „Campus“ im Namen wird nun Substanz verliehen: Der Studiengang Architektur der dualen Hochschule Baden- Württemberg zieht in die 1994 von Álvaro Siza erbaute Fabrikhalle auf dem Vitra Campus in Weil am Rhein ein. studio ne aus Basel hat den minimalinvasiven Umbau gestalterisch begleitet.

Kontextur | Selina Wach im Gespräch, Katharina Benjamin
Kontextur ist eine digitale interdisziplinäre, multiperspektivische Plattform für Architekturkritik mit Sitz in Leipzig, Berlin und Zürich. Das Kollektiv versteht sich als Resonanzraum für junge Perspektiven auf Architektur, Stadt und Gesellschaft zwischen Diskurs und Praxis. Mit Podcasts, Texten und Workshops schafft Kontextur alternative Öffentlichkeiten jenseits klassischer Institutionen. 2017 von Katharina Benjamin in Weimar gegründet, hat sich Kontextur von einem studentischen Format zu einem dynamischen Projekt entwickelt und sein Team erweitert.

Leistbares Wohnen mit hoher Ästhetik | STUDIO ROMANO TIEDJE, Mehrfamilienhaus Sittertalstrasse 18, St. Gallen, Schweiz
Unter einer der 17 Brücken, die St. Gallen erschließen, windet sich eine Straße den Hang hinab. Entlang dieser Straße steht längs seiner Fassade das 2024 fertiggestellte Mehrfamilienhaus Sittertalstrasse 18 von STUDIO ROMANO TIEDJE. Gleich dahinter beginnt der Waldrand. Von oben hinabschauend sieht man unten im Tal das Gelände einer ehemaligen Textilfärberei, heute die Metallgießerei St. Gallen und die Kulturstiftung Sitterwerk. Die Gießerei ist über die Schweiz hinaus bekannt und wird von internationalen Künstler:innen beauftragt. In dem ihr angeschlossenen Atelierhaus sind Kunstschaffende eingeladen, im Rahmen einer Residency zu leben und zu arbeiten.

Wettbewerben, dass ...? | Hürden in den Berufseinstieg
Jungen Architekt:innen wird der Berufseinstieg nicht leicht gemacht. Formale Kriterien und erforderliche Referenzprojekte sind oft unüberwindbare Hürden. Doch es gibt Abhilfe. Eine Reise nach Brüssel, Budapest und in die Steiermark.

Architektur zwischen Improvisation und Präzision | DMtk
Seit 2021 realisieren Daniela Mehlich und Teresa Klestorfer unter dem Namen DMtk Projekte, die einen eigenwilligen und sorgfältig-pragmatischen Zugang zur Architektur verfolgen. Ihre Haltung: ökologisch bewusst, formal offen, sozial sensibel. Sie suchen keine spektakulären Formen, sondern funktionierende Räume – klar, effektiv, überraschend. Immer im Dialog mit Auftraggeber:innen, Handwerk und Kontext.

Kritik per Textnachricht | Queer-feministische Stimmen zu Raum
Critical Entries versteht sich als Plattform; sie sammelt und veröffentlicht queer-feministische Perspektiven auf Raum. In den kurzen Beiträgen der Autor:innen werden Macht- und Ungleichheitsverhältnisse sichtbar gemacht, Themen wie Wohnungsnot, häusliche Gewalt oder ökologische Krisen verhandelt und neue Denk- und Handlungsräume eröffnet.

Ein robustes Haus | etal., Mehrgenerationenhaus, Görzer Straße, München, Deutschland
Experimentelle Wohnungsbauten sind selten, gerade in einer Stadt wie München mit ihren immens hohen Bodenpreisen. Umso erstaunlicher, wenn es sich dabei um das Erstlingswerk eines jungen Architekturbüros handelt. Trotzdem ist es Gesche Bengtsson, Elena Masla und Zora Syren von etal. gelungen, hier ein kostengünstiges Mehrgenerationenhaus für eine Baugruppe zu verwirklichen. Das Gebäude bietet ein flexibles Nutzungskonzept mit frei zuschaltbaren Räumen, die durch ihre rohe Materialität wirken. Gleichzeitig ist das Haus ein Beispiel dafür, wie sich partizipative Architektur konkret umsetzen lässt.

Architektur zwischen Mensch und Tier | mahore architekten, Fuchs, Dachs und Freunde, Innsbruck, Österreich
Am höchsten Punkt des Innsbrucker Alpenzoos ist eine offene Betonskulptur entstanden, die sich wie ein begehbarer Fuchs- oder Dachsbau in den steilen Hang schraubt. Sie ist Behausung für Tiere, Erlebnis für Besucher:innen und eine Architektur, die sich im Gehen und Schauen erschließt.

Raum für Traditionen ohne Kitsch | dunkelschwarz, Haus der Vereine, Neumarkt am Wallersee, Österreich
Tradition und Moderne miteinander zu verbinden, beanspruchen viele für sich. Und dennoch überzeugt es in den seltensten Fällen. Formalistische Attitüden, häufig gepaart mit bauhandwerklichen Belanglosigkeiten, füllen das Arsenal baulicher Fehlgriffe. Das junge Salzburger Büro dunkelschwarz hat just in einem Neubau diese Anforderung baukünstlerisch bravourös bewältigt.

Unsichtbares sichtbar machen | EUmies Awards, Young Talent 2025
Wie sieht die nächste Generation von Architekturschaffenden aus? Welche Fragen stellen sich junge Architekt:innen zu unserer gebauten Umwelt? Und welche Werte treiben sie an? Diesen Fragen geht der Young Talent 2025 Award der Fundació Mies van der Rohe nach – ein Preis, der die besten Abschlussarbeiten europäischer und internationaler Architekturschulen auszeichnet. Es ist kein klassischer Wettbewerb für gebaute Projekte, sondern eine Plattform für visionäre, noch ungebundene Entwürfe. Hier stehen die Haltung und die Denkweise der jungen Architekt: innengeneration im Vordergrund.

Spot On | Digital Tools
Architektur entsteht längst nicht mehr nur physisch, sondern zuerst digital. Digitale Tools entwickeln sich rasant weiter – und ermöglichen präzisere, effizientere Prozesse für Planer:innen und Bauherr:innen. Hier finden Sie eine Auswahl an Produkten, die das digitale Arbeiten in der Architektur auf ein neues Level heben.

 

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