Aleksej Brkić (1922–1999) - Architekt in Belgrad

Bildquelle: Architectuul

Begleitend zur zehnten künstlerischen Verhüllung des Ringturms im Sommer 2017, für die der serbische Künstler Mihael Milunović gewonnen werden konnte, widmet sich der Wiener Städtische Versicherungsverein im Rahmen seiner Reihe „Architektur im Ringturm“ dem architektonischen Wirken von Aleksej Brkić (1922–1999).

Brkić zählt zu den bedeutendsten Architekten im Belgrad der Nachkriegszeit und gilt als wichtiger Wegbereiter der serbischen Moderne. Die kommende Schau präsentiert zahlreiche Bauten des Belgrader Architekten, die heute zu den Eckpfeilern der Architektur Serbiens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zählen. Brkić formte die Szene als führende Figur ebenso nachhaltig wie zum Beispiel Bogdan Bogdanović oder Mihajlov Mitrović, mit denen er zeitlebens in engem Austausch stand. Zeitgleich mit der Ausstellung sind im Ausstellungszentrum auch Werke von Mihael Milunović zu sehen und auch das Schaffen von Robert Hammerstiel, der im serbischen Vršac geboren wurde und 2007 für die Ringturmverhüllung verantwortlich zeichnete, wird beleuchtet.

Kuratoren:
Bojan Kovačević, Belgrad
Adolph Stiller, Wien

www.airt.at

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Kurzbiografie Aleksej Brkić

Aleksej Brkić studierte Architektur in Belgrad (1941-1948). Seine Karriere beginnt in den frühen 1950er Jahren im jugoslawischen sozial-realistischen Milieu "der Erneuerung und des Wiederaufbaus". Brkić arbeitete im Ingenieur- und Designbüro von Serbien 1949-1952; Er ist der Gründer der Architekturbüros "Invest Projekt" im Jahre 1953; "Obelisk" (1957-1963); Büro "Vračar" und "Belgrader Büro". Die meisten seiner Projekte sind in Belgrad zwischen 1953 und 1967 erbaut worden. Er entwickelt einen rationalen Kunstismus, der durch reine Logik der Geometrie gereinigt wird. In solch einem abstrakten Konzept führt Brkić immer ein Rätsel, eine Farbe oder ein Ornament ein, das zur Lebendigkeit beiträgt und den spezifischen künstlerischen Ausdruck seiner Werke verstärkt. Brkić ist niemals Kompromisse eingegangen. Das ist der Grund, warum er die Praxis verlassen hat und sich der Theorie der Architektur widmete - er ist der Begründer des "Symposiums zur Synthese", welches in den 1970er Jahren gegründet wurde. Brkićs Buch "Serbische Moderne Architektur 1930-1980" wurde 1992 veröffentlicht, diese Anthologiearbeit basiert auf den theoretischen und philosophischen Überlegungen zum Phänomen der modernen serbischen Architektur, mit der Absicht, die Idee über die Belgrader Architekturschule zu fördern. In den 1990er Jahren lehrt er die Theorie der Architektur an die Postgraduierten an der Fakultät für Architektur in Belgrad. Aleksej Brkić ist einer der seltenen serbischen Architekten, der alle wichtigen und einflussreichen Gebäude des Weltarchitektors besucht, sowie fotografiert und nachgezeichnet hat. Er erarbeitete und umbaute diese ersten Entwürfe und erzielte ein beträchtliches Opus außergewöhnlicher Zeichnungen. Sein Tagebuch, welches wärend der Reise nach Amerika (1960) entstanden ist, ist eine beeindruckende Sammlung seiner Eindrücke, Beobachtungen und Illustrationen. 

Die bekanntesten Projekte:

"Hempro" Gebäude in Terazije Straße in Belgrad (1953-1957); Gymnasium (Hochschule) in Voždovac, Belgrad (1953-1955); Vračar Gemeindegebäude in Belgrad (1959-1962); Wohngebäude in der Jovanova Straße in Belgrad (1958-1959); Sozialversicherungsgebäude in der Nemanjina Straße in Belgrad (1962); Gewerbegebäude in der Njegoševa Straße in Belgrad (1962-1967). Wohngebäude in der Jovanova Straße in Belgrad (1958-1959); Sozialversicherungsgebäude in der Nemanjina Straße in Belgrad (1962); Gewerbegebäude in der Njegoševa Straße in Belgrad (1962-1967). Wohngebäude in der Jovanova Straße in Belgrad (1958-1959); Sozialversicherungsgebäude in der Nemanjina Straße in Belgrad (1962); Gewerbegebäude in der Njegoševa Straße in Belgrad (1962-1967).