ARCHITECTS Backstage

Wie sehen die Arbeitsräume unterschiedlicher Architekturbüros aus? Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen von unserer
ARCHITECTS-Community.
smartvoll
Mitarbeiter:innen: 11
Standort: Wien
smartvoll denkt Bestand neu – nicht als Einschränkung, sondern als Angebot. Architektur wird hier als Weiterdenken verstanden: ressourcenschonend, kreislaufbasiert, verbindend. Im Fokus stehen Räume, die Beziehungen zwischen Mensch, Stadt und Material stärken. Das Wiener Büro ist Spiegel dieser Haltung: offen, wandelbar, voller Leben. Statt durchdesigntem Hochglanz regiert hier das Nötige, ergänzt mit Pflanzen, Luft, Licht und Gemeinschaft. Eine große Küche als Herzstück, Sichtachsen zur Straße, Platz für Austausch und Bewegung. Alles spielt sich in einem Raum ab: Meetings, Mittagessen, Basketballmatches oder Vorträge. Statt abgetrennter Räume gibt es fließende Zonen, statt starrer Strukturen eine Bühne für Ideen. Offenheit ist hier kein Konzept, sondern gelebte Praxis.

Foto: smartvoll
gaupenraub+/−
Mitarbeiter:innen: 4
Standort: Wien
gaupenraub+/− steht für unkonventionelle, gleichzeitig pragmatische Architektur. Die Haltung: Alles ist Ressource – vom Altbestand bis zur baulichen Einschränkung. Statt Probleme auszublenden, verwandelt das Team sie in Potenziale, nutzt Bestehendes kreativ und entwirft so Lösungen mit Tiefgang und Haltung. Am liebsten bauen sie im Bestand, im Dialog mit dem Vorhandenen, aber mit Lust auf Neues. Das Büro liegt unter der historischen Stadtbahntrasse von Otto Wagner – über dem Kopf die U-Bahn, vor der Tür der Wienfluss. In Eigenregie wurde das ziegelgewölbte Atelier mit Fundstücken, Offenheit und einem feinen Sinn für Atmosphäre umgebaut. Originale Industriefenster öffnen den Blick aufs Wasser, improvisierte Möbel treffen auf architektonische Finesse. Die Entscheidung für diesen Ort – trotz Lärm, Lage und Skepsis – wurde zum Statement: gegen Konvention, für Charakter.

Foto: Patricia Weisskirchner
nonconform zt gmbh
Mitarbeiter:innen: 31
Standort: Wien, Berlin, Rosenheim, Aachen, Köln, Moosburg, Braunau/Inn, Graz
nonconform plant kooperativ: mit Nutzer:innen, mit Orten, mit Zukunft. Statt Flächenverbrauch steht Lebensqualität im Zentrum, mit Projekten, die mit minimalem Volumen maximale Wirkung erzielen. An acht Standorten in Österreich und Deutschland entwickelt das Team co-kreative Prozesse für Schulen, Ortskerne, Unternehmen und Gemeinschaften. Das Wiener Büro befindet sich im Melkerhof, einem ehemaligen Druckereigebäude mit Tonnengewölben. Die offenen Räume wurden mit viel Eigeninitiative und Sinn für Atmosphäre gestaltet: maßgefertigte Möbel, farbige Inseln, Lichtstimmungen. Das räumliche Highlight sind die Durchbrüche zwischen den Gewölben: Sie schaffen überraschende Blickbeziehungen und verbinden die großzügigen Arbeitsflächen mit einem ruhigen Hof. Flexibilität, Offenheit und Charakter prägen das Miteinander – ganz im Sinne der nonconformen Planungskultur..

Foto: Leonhard Hilzensauer
Du bist selbst Planer:in und hast Lust, der Community einen exklusiven Einblick hinter die Kulissen zu geben? Dann melde dich bei uns für Architects Backstage – wir freuen uns auf spannende Perspektiven!
Dieser Beitrag ist Teil unserer Ausgabe 7-8/2025. Der Text ist ab Seite 140 zu finden.