Architekturstudio heri&salli: MUSIC-BOX am Arsenalsteg

(c)2017 ZOOMVP_Z7026 c01_hs1200

heri&salli / Wien konnte beim Wettbewerb „Leben am Helmut-Zilk-Park“ den Projektbeitrag zu den Quartiershäusern in Wien / Sonnwendviertel Ost für sich entscheiden.

heri&salli, ein Architekturstudio, welches seine Aufgabengebiete sowohl in temporären, strategischen Eingriffen im städtischen und öffentlichen Raum, landscapeartigen Installationen, sowie Innenraumdesign, Ausstellungsgestaltungen als auch Gebäudekomplexe verankert sieht, haben gemeinsam mit dem ÖSW / Österreichisches Siedlungswerk, der Kunst- und Kommunikationsagentur artphalanx und der Landschaftsarchitektur Carla Lo das überaus spannende, nutzungsheterogene Projekt „Music-Box am Arsenalsteg“ entwickelt.

Es handelte sich hierbei um den Beitrag zu dem Wettbewerb „Leben am Helmut-Zilk-Park“, dieser war genau genommen ein Bewerbungsverfahren für Grundstücke eines ÖBB-Geländes. Investoren bzw. Projektentwickler, die sich eingeschrieben haben, die Architekten und in diesem Fall auch die Agentur artphalanx, zuständig für die Nutzungskonzeption inkl. bereits zukünftigen Nutzern, waren jeweils Teil eines Wettbewerb-Teams. Die Nutzungskonzeption, im Speziellen die Erdgeschoß-Zone, wie auch die gesamte Architektur, waren ausschlaggebend für das Erlangen des Grundstücks.

Die Music-Box in der Nähe des Wiener Hauptbahnhofs wird Wohnen, Arbeiten und Freizeit unter einem Dach vereinen. Wien, als eines der kulturellen Zentren Europas, erhält eine maßgeschneiderte Infrastruktur für die Bedürfnisse und Ansprüche von kreativ Tätigen – im speziellen Musikschaffenden. Durch das Zusammenspiel von unterschiedlichen Komponenten und Akteur_innen entsteht ein lebendiger Hotspot der Kreativität. Belebende und identitätsstiftende Impulse für das gesamte Quartier „Sonnwendviertel“ werden dadurch geschaffen. Heterogener Nutzungsmix Aufbauend auf die herausragende Lage im Zentrum des neuen Quartiers greift die Music-Box einerseits die Potenziale des Ortes auf, andererseits fokussiert sie auf die überregionalen Bedürfnisse der „Musik-Stadt“ Wien. Studierende bewohnen das Haus genauso wie Stadtnomad_innen, Ensemblemitglieder oder Gastprofessor_innen. Unterschiedliche Wohnformen mit großzügig integrierten Freiräumen, eine Musikschule, Probe- und Bewegungsräume, ein „Creative-Lab“ als abendlicher Veranstaltungsraum mit Turn- und Fitnessangeboten während des Tages, „Grätzlzentrale“ als Service- und Infodrehscheibe für das umliegende Gebiet - welche auch als Bar und Restaurant dient, sowie ein „Grätzlhotel“ und ein 24-Stunden Shop mit Nahversorgerboxen bilden die maßgelblichen Nutzungen für die Music-Box. Gastgärten, konsumfreie Zonen mit Partizipationspotential für Freilufttheater, Kinoaufführungen oder Konzerte bilden mit umliegenden Platzflächen oder grünen Aufenthaltsflächen einen fließenden Übergang zum öffentlichen Raum.

„Architektur als Ergebnis ist der Behälter eines möglichen Handlungsspielraums.“