FORUM BOIS CONSTRUCTION

Auf dem richtigen Holzweg

Unter der historischen Glasdecke des Pariser Grand Palais versammelten sich im Rahmen des Forum Bois Construction (Forum Holzbau) Architekt: innen und Fachleute, um sich über den Status quo des Bauens mit Holz auszutauschen. Zwischen Ständen, Modellen und Gesprächen entstand ein konzentriertes Bild davon, wie der Holzbau in Europa angewandt wird.

Wo stehen wir gerade im Holzbau in Bezug auf technologischen Fortschritt und Nachhaltigkeit? Diese Thematik wurde in Paris von Planer: innen, Industrie, Forschung und ausführenden Betrieben rund um Holz und regionale Baustoffe diskutiert. Während sich auf der Hauptebene zahlreiche Unternehmen aus dem Holzbau präsentierten, wurde die historische Galerie rundherum zum zweiten Highlight. Zahlreiche namhafte Architekturbüros – darunter auch österreichische wie Dietrich Untertrifaller und Baumschlager Eberle – präsentieren ihre aktuellen Holzbauprojekte. Die Fülle an ausgestellten innovativen Entwürfen zeigte die Vielfältigkeit, die der Baustoff zulässt.

EXTERNAL IMA Museum Bezau © Dominic Kummer 

Zwischen Alpen und Küste

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war der internationale Architekturpreis, architektur.aktuell war Teil der Jury. In der Kategorie Umbau gewann das Vorarlberger Architekturbüro Innauer Matt mit dem Museum Bezau. Das Projekt überzeugte, weil es den Bestand produktiv weiterentwickelte. Das historische Wälderhaus blieb dabei Maßstab und Ausgangspunkt, der neue Bauteil nahm die Logik des Bestehenden auf und übersetzte sie in eigenständige Sprache. Gerade im Inneren entstand aus der Verzahnung von Alt und Neu eine dichte Raumfolge, in der niedrige, dunkle Bestandsräume auf helle, präzise gefügte Erweiterungen trafen. Der Umbau überzeugte mit Sensibilität und Weiterführung der regionalen Baukultur. In der Kategorie Neubau gewann das schwedische Büro Okidoki mit der Station Varberg. Dieser Holzbau gestaltet einen Bahnhof als neues öffentliches Haus an der schwedischen Küste. Die Konstruktion aus massiven Holzträgern mit weit auskragendem Dach und markant ausgebildeten Ecken verleiht dem Gebäude eine starke Präsenz. Gerade diese Verbindung aus infrastruktureller Klarheit und lokaler Eigenheit machte das Projekt bemerkenswert. Es ist auch deshalb speziell, weil in dieser Region ein Holzbau als eher untypisch für solch eine Aufgabe angesehen wurde. . .

 

Jetzt Heft bestellen und weiterlesen!

Der ganzen Beitrag gibt es in unserer neuen Ausgabe von architektur.aktuell 4-5/2026 zu lesen.

Das könnte Sie auch interessieren