Ausstellung in Berlin: Pushing the Limits. NKBAK Architekten, Frankfurt/Main

NKBAK: GS Integrierte Gesamtschule Frankfurt-Riedberg, 2016 | Foto: Thomas_Mayer

Mit ihrer ersten umfassenden Werkschau stellt das Aedes Architekturforum in Berlin das junge Architekturbüro NKBAK der Partner Nicole Kerstin Berganski und Andreas Krawczyk vor, das im Jahre 2007 in Frankfurt am Main gegründet wurde. Das „Weiterdenken“ und alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um für den Gebrauch die beste, manchmal auch unerwartete Lösung zu finden, zeichnet die Arbeitsweise des Büros aus. Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl ihrer Projekte u.a. das Haus am See, Haus im Odenwald und die Europäische Schule – alle in und um Frankfurt am Main. Drei weitere Schulprojekte in Berlin befinden sind aktuell im Bauprozess.

Die Partner Nicole Kerstin Berganski und Andreas Krawczyk haben sich als Mitarbeiter im Büro Kazuyo Sejima + Ryue Nishizawa / SANAA, Tokio, Japan kennengelernt und gründeten 2007 das gemeinsame Büro NKBAK. Seither konnten sie von Wochenendhäusern bis hin zu Kindertagesstätten und Schulbauten, Projekte in verschiedensten Maßstäben realisieren. Von Beginn an verbanden beide die praktische Architektentätigkeit mit der akademischen Lehre z.B. am KIT Karlsruhe an der Universität Kassel und der TU Darmstadt.

Die realisierten Projekte von NKBAK zeugen jeweils sowohl von großem, räumlichem Gespür, als auch von tiefem Verständnis um die Anwendung modernster Bautechniken. Neben den klassischen Materialien wie Beton und Ziegel haben die Architekten die Möglichkeiten des Holzbaus als zentrales Element ihrer Baukunst entdeckt und facettenreich weiterentwickelt. Dafür wurden sowohl der klassische Holzbau als auch moderne Techniken der Modulbauweise virtuos zum Einsatz gebracht.

In zahlreichen Bildern, Modellen, Plänen und Videos erläutert die Ausstellungsinstallation die Bezugnahme der einzelnen Projekte auf die Voraussetzungen und Herausforderungen der Bauaufgabe am Ort, die gewünschte Nutzung und die gestalterisch, räumliche sowie baulich konstruktive Umsetzung im gewählten Material.

Vielfach sind ihre Bauten verblüffende Passstücke innerhalb des baugesetzlichen Rahmens, z.B. eines ehemaligen Bestandsgebäudes. Ausgangspunkt ist dabei immer der jeweilige Kontext und die geplante Nutzung, die eine eigens entwickelte Architektur und damit einen sehr bewusst gestalteten und neuen Ort entstehen lässt. Jeder Aufgabe nähern sich die Architekten unvoreingenommen, ohne bereits feststehende Gestaltungs- und Lösungsansätze. Das „Weiterdenken“ und die Möglichkeiten auszuschöpfen, um für den Gebrauch die beste, manchmal auch unerwartete Lösung zu finden, zeichnet die Arbeitsweise des Büros aus.

Nicole Kerstin Berganski und Andreas Krawczyk wurden zahlreiche Auszeichnungen verliehen u.a. der iF Communication Design Award 2010 des World Design Guide, Basel und der German Design Award 2012, des Rats für Formgebung, der deutschen Marken- und Designinstanz, Frankfurt. Der Holzmodulbau der Europäischen Schule wurde vom Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt/DAM unter die 24 besten Bauten in Deutschland 2017 gewählt und vom Land Hessen mit dem Holzbaupreis 2015 ausgezeichnet. (Text: Aedes Berlin)

Noch bis 17. Juni
www.aedes-arc.de