Die Architektur des STUDiO LOiS kreist darum, wie Menschen sich in Räumen fühlen.

Authentisch und schön

Das STUDiO LOiS hält am 24. September 2019 einen Vortrag bei architektur in progress (aip). Es eröffnet damit die Herbstsaison. Ein Portät des Innsbrucker Büros lesen Sie in der Ausgabe von architektur.aktuell 9/2019.

„Mut zur Lücke“ heißt das Doppelhaus, das dem STUDiO LOiS eine Nominierung zum Piranesi Award Europe brachte. Sie realisierten es auf einem Grundstück, das als unbebaubar galt. Doch für Architektin Barbara Poberschnigg ist grundsätzlich alles möglich, wenn man nur genug Herzblut und Überzeugung in eine Sache steckt. Sie ist keine Frau der faulen Kompromisse, sondern Überzeugungstäterin aus Leidenschaft. Schon der Weg zum Haus war ein Abenteuer: Die Enge der Parzelle stellte eine Herausforderung dar. STUDiO LOiS faltete ein raffiniertes, splitgeleveltes Doppelhaus mit einer eigenwilligen Dachlandschaft voll individueller Freiflächen und einem Atrium zur Belichtung aller Räume in die Baulücke. Gaupen, Dachterrassen, leichte Treppen und supertiefe Fensterbänke zum Liegen und Lungern nutzen alle Bauvorschriften optimal und erzeugen ein rundum animierendes Wohnumfeld, in dem sich nun neues Lebensglück für zwei Familien entfaltet (architektur.aktuell, 09/2018).

Es geht immer um Emotionen, die in Räumen passieren. Daher müssen auch meine Emotionen beim Arbeiten passen. 

Barbara Poberschnigg

Als „Das Kranzbach“ dem charismatischen Architekten Kengo Kuma den Bau eines Meditationshauses anvertraute, fragte Bauherr Dr. Jakob Edinger das STUDiO LOiS, ob sie Partnerarchitekten sein wollten. So beeindruckt war er vom souveränen „Mut zur Lücke“. „Es war ein gutes Arbeiten auf Augenhöhe. Wir konnten Kengo Kuma viele Vorschläge machen und Anregungen zur Materialität geben“, erinnert sich Poberschnigg. Rahmenlose Glasfronten lassen den Meditationsraum mit der Natur verschmelzen, eine Fassade und Deckenuntersicht aus 1.600 diagonal verschränkten Tannenbrettern sorgen für eine bergende Atmosphäre. Sobald die Bretter verwittern, wird es noch mehr „einwachsen“. Der stille Bau ist behutsam an seinen Ort gestellt. Das Holz wurde im Winter gefällt und mit Pferden aus dem Wald gebracht. „Meine Liebe zur Architektur hat früh begonnen“, erzählt Poberschnigg. „Ich hatte einen Onkel, der beim Land Tirol für landwirtschaftlichen Hochbau zuständig war und gut zeichnen konnte. Der erklärte mir, dass es schöne und hässliche Häuser gibt. Ich fragte mich schon als Kind, warum hässliche Häuser hässlich sein müssen.“

Barbara Poberschnigg vom STUDiO LOiS; Photo Thomas Schrott

Barbara Poberschnigg vom STUDiO LOiS; Photo Thomas Schrott

Das vollständige Porträt des STUDiO LOiS lesen Sie in der Ausgabe von

architektur.aktuell 09/2019

 

Werkvortrag am 24.9.2019, um 19 Uhr, bei querkraft, Börseplatz 2, 1010 Wien.

Veranstalter: architektur in progress

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