Der letzte Garten - Ausstellung in München

Ausstellungsansicht "Der letzte Garten - Bauwerke des Abschieds | Photo dgfck

Ausstellungsansicht "Der letzte Garten - Bauwerke des Abschieds | Photo dgfck

In den Münchner Galerieräumen der Gesellschaft für christliche Kunst werden in sechs Projekten aus den Jahren 2002 bis 2013 Friedhofs(zu)bauten in Österreich, der Schweiz, Deutschland und Schweden vorgestellt. Die Projekte sind alle sehenswert, die Kriterien der Auswahl erschließen sich nicht leicht. Bernardo Bader, nach dessen Plänen der mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnete Islamische Friedhof in Altach (2012) gebaut worden ist und der 2013/4 den Wettbewerb zur Neugestaltung des Altacher Gemeindefriedhofs gewonnen hat, war als Gesprächspartner zur Eröffnung eingeladen.

„Der Umgang mit dem Tod unterliegt im 21. Jahrhundert einem allgemeinen gesellschaftlichen und kulturellen Wandlungsprozess. Eine Gedenkstätte kann für jedermann zugänglich im Internet eingerichtet werden oder sich in Form eines Friedjuwels nur einem kleinen Kreis erschließen. Den Menschen ist es ein tiefes Bedürfnis, einen konkreten Ort und eine bestimmte Form des Totengedenkens zu haben, und immer wieder sind Künstler und Architekten gefragt, diese Orte des Abschieds neu zu gestalten, damit sich Trauer und Trost annähern können.

Bauwerke des Abschieds

Die Ausstellung „Der letzte Garten“ gibt mittels Fotografien und Modellen Einblicke in die Umgestaltung christlicher Friedhofsanlagen und deren Erweiterung durch Krematorien und Urnenwände, die die Bedürfnisse der gegenwärtigen Bestattungskultur widerspiegeln. Die unterschiedlichen Friedhofskulturen legen Zeugnis von der Gesellschaft und der jeweiligen Religionszugehörigkeit ab. Als Antwort auf die kulturelle Vielfalt in Europa und die Begegnung mit anderen Religionen in der Diaspora werden zudem die muslimische und die jüdische Friedhofskultur exemplarisch vorgestellt.“ (Pressemitteilung)

Die Ausstellung ist noch bis zum 29. August 2015 in München zu sehen.

Projektliste:

Johan Celsing Arkitektkontor, Das neue Krematorium, Woodland Friedhof Stockholm, Schweden 2013
Bernardo Bader Architekten, Islamischer Friedhof Altach, Österreich 2012
Stoffel Schneider Architekten, Zürich und Günther Vogt Landschaftsarchitekten, Zürich/London/Berlin, Friedhof Steckborn, Schweiz 2005
Bernardo Bader und Rene Bechter, Krumbach Friedhofsneugestaltung, Österreich 2005
Jutta Heinze, Krematorium mit Trauerhalle in Duisburg, Deutschland 2002
Gion A. Caminada, Totenstube/Stiva da morts in Vrin, Schweiz 2002

3. Juli bis 29. August 2015

www.dg-galerie.de