Die meistgelesenen Online-Beiträge des Jahres

2025 war ein Jahr des Weiterbauens – am Bestand, an Haltungen, an neuen architektonischen Narrativen. Neben unseren gedruckten Ausgaben haben wir online laufend Projekte, Gespräche und Diskurse begleitet, die zeigen, wie sehr sich Architektur derzeit im Umbruch befindet. Viele der Beiträge, die besonders große Resonanz erfahren haben, eint ein gemeinsamer Nenner: Sie verhandeln Verantwortung – kulturell, sozial und ökologisch.
Bauen im Bestand – Abschied und Neubeginn
Der Diskursbeitrag „Vom Weiterleben nach dem Amen“ widmet sich der Umnutzung von Kirchen – einem Thema, das europaweit an Bedeutung gewinnt. Zwischen Sakralraum und Alltagsnutzung, Denkmalpflege und ökonomischer Realität entfaltet sich ein komplexes Spannungsfeld. Der Text zeigt anhand konkreter Beispiele, wie ehemals religiös aufgeladene Räume neue Bedeutungen annehmen können, ohne ihre Geschichte zu verleugnen.
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Vom Weiterleben nach dem Amen – Nachnutzung von Kirchen

© Adrià Goula
Wohnen mit Haltung – Reduktion als Qualität
Mit „Identität des Einfachen“ rückt ein Vierkanthof im Waldviertel in den Fokus, der nicht durch spektakuläre Eingriffe, sondern durch bewussten Verzicht überzeugt. Die Entscheidung für eine Wochenendnutzung, gegen technische Überformung und für das Weitererzählen der vorhandenen Struktur macht das Projekt zu einem exemplarischen Beitrag über Umbau als Haltung – und über Architektur, die ihre Identität aus dem Bestand entwickelt.
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ARCHITEKTURKONSULAT | Vierkanthof, Saaß

© David Schreyer
Orientierung im Diskurs – Das Ranking 2025
Das gemeinsam mit trend entwickelte Ranking „Die Beste Architektur 2025“ bündelt Positionen, Projekte und Maßstäbe zeitgenössischer Architektur in Österreich. In fünf Kategorien – von Klima & Nachhaltigkeit bis Next Generation – entsteht ein Querschnitt durch aktuelle Entwurfsansätze, der weniger auf formale Trends als auf Haltung, Verantwortung und gesellschaftliche Relevanz zielt.
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Das Ranking 2025 | Die Beste Architektur

Feministische Perspektiven und neue Modelle
Im Interview „Feministische Stadtreparatur und das radikale Umdenken in der Baubranche“ sprechen die Gründerinnen von TOMAS über Eigentum, Investitionslogiken und strukturelle Ungleichheiten im Bauwesen. Der Beitrag macht deutlich, dass Fragen von Raum, Material und Nutzung immer auch politische Fragen sind – und dass neue Modelle der Projektentwicklung notwendig sind, um den Bestand sozial gerecht weiterzudenken.
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Im Gespräch mit TOMAS: Feministische Stadtreparatur

© TOMAS
Materialien der Zukunft – Lehm als Statement
Mit „Ein ökologisches Pilotprojekt aus Lehm“ rückt ein sozialer Wohnbau bei Paris in den Mittelpunkt, der Material nicht als Oberfläche, sondern als inhaltlichen Ausgangspunkt versteht. Der Einsatz von Lehm und Holz, die Auseinandersetzung mit Ressourcenknappheit und die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten machen das Projekt von Déchelette Architecture zu einem Beispiel für eine Baukultur, die ökologische Fragen konsequent architektonisch beantwortet.
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Déchelette Architecture | Quatre Cheminées
