Journal Preview

Flagshipstore für Brot und Handwerk

Bäckerei Öfferl Keller

Journal Preview: Nach langem Leerstand ist ein früheres Lederwarengeschäft in der Wollzeile, einer der gut funktionierenden kleinteiligen Einkaufsstraßen in der Wiener Innenstadt, in zwei Lokale umgewandelt worden. Optisch sind sie durch ein durchgehendes Vordach zusammengefasst, die Fronten darunter bodentief verglast.


 

Links von der Haustür Nr 31 stehen die Kunden Schlange: Im „Ersten“ gibt es einen neuen Bäcker. Georg Öfferl aus dem Weinviertel ist Wirtschaftsingenieur und gelernter Bäcker, in dieser Reihenfolge – und hat sich auf manuelle Herstellung von Brot aus biodynamisch angebautem Getreide spezialisiert. Seine Produkte werden schon seit Jahren auf Wiener Märkten verkauft und an Wiener Gastronomiebetriebe geliefert, seit September 2019 hat er auch ein eigenes Ladengeschäft mit Restaurant und Schaubäckerei in der Innenstadt. Die Straßenfront des Lokals ist nur fünfeinhalb Meter breit. Gleich rechts vom Eingang steht ein langer Verkaufstresen aus Ceppo di Gre, einem lombardischen Stein, gegenüber ein filigranes Metallregal mit Produkten von Öfferls Zulieferbetrieben aus dem Weinviertel.

Das hätte schon alles sein können. Denn an diesen Raum schloss früher ein enger Lichthof an. Aber hinter diesem lag eine kleine Wohnung, die auch zu mieten war – und im Untergeschoß gab es noch eine leerstehende Wohnung, deren Fenster allein zum etwas größeren Innenhof gingen, der eine Ebene unter dem Straßenniveau liegt.

Bäckerei Öfferl Essbereich
Bäckerei Öfferl Verkauf

Studio Riebenbauer, im Herzen eine Werbeagentur, deren multidisziplinäres Team mit großem Erfolg komplette Markenauftritte entwickelt, übernahm die Gestaltung des Lokals. Um eine durchgehende Raumsequenz zu erhalten, wurde stark in die Substanz des Gründerzeithauses eingegriffen. Die querstehenden Wände des Lichthofes wurden abgebrochen, die Fensternischen der oberen Wohnung auf Bodenniveau verlängert und am Ende des jetzt fast dreißig Meter langen Raumes eine Wendeltreppe zur unteren Wohnung eingebaut.

Oben folgt nun auf den Verkaufsbereich ein Etagenofen mit Verglasungen und ein langer, durch einen Glasaufsatz abgeschirmter Arbeitstresen aus Ceppo an der linken Seite. Nach ihnen kommt man durch einen schmalen Durchgang an einer kleinen offenen Küche vorbei in den Gastraum.

Unseren ganzen Beitrag zur neuen Bäckerei Öfferl gibt es in unserer neuen Ausgabe zu lesen

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