„Intellectual Upcycling“ – Rauminstallation im Kaufhaus Tyrol

Foto: umfeld

Im Rahmen der diesjährigen Architekturtage unter dem Motto „Alt Jetzt Neu“ ist seit 16. Mai 2014 eine freischwebende Skulptur im Kaufhaus Tyrol in Innsbruck zu sehen. Das Innsbrucker Architekturbüro umfeld gestaltete in Zusammenarbeit mit Holzbau Höck eine Rauminstallation, die das Publikum für das Thema Upcycling sensibilisieren möchte. Der Ort scheint bewusst gewählt: das Kaufhaus als Inbegriff für die Schnelllebigkeit der Konsumgesellschaft.

Auf den ersten Blick wertloses, altes, offensichtlich ausgedientes Holz, angehäuft und im Kontrast zur weißen, sauberen Einkaufsarchitektur des Kaufhauses. Beim Umschreiten der Skulptur werden verschiedene Bedeutungen lesbar: steht der Betrachter in einer bestimmten Position zur dieser, dann lässt sich der Schriftzug „NEU erkennen.
 

Der Trend des upcycling (aus alt mach neu) ist einer, der aus der Überflussgesellschaft entstanden ist und zumindest als Begriff ein Interesse für die Nachhaltigkeit suggerieren soll. Ohne Überproduktion und Dingen mit kurzer Lebenszeit gäbe es diesen Trend vermutlich nicht - die Halbwertszeit ist ungleich größer nach dem Kauf. Aber da das Alte schon durch Neues ersetzt wird bevor es überhaupt richtig alt werden kann, liegt es nahe, dem Alten neues Leben einzuhauchen, bevor man es wegwirft. Schließlich will jeder seinen Beitrag leisten zur Nachhaltigkeitsfrage.

Team: AADipl Clemens Wainig, DI Katharina Wainig, DI Luzia Dieringer, DI Birgit Hackel, DI Pascal Pauly, Ralph Mousel

Die Installation ist noch bis 10. Juni 2014 während der regulären Öffnungszeiten des Kaufhauses Tyrol frei zugänglich: Maria-Theresien-Straße 31, Innsbruck