Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie

Interview: Leonore Gewessler

Leonore Gewessler Infrastruktur

Preview Leonore Gewessler wurde Anfang des Jahres zur Ministerin des neuen „Superministeriums“ angelobt und hat die Klimaneutralität Österreichs bis 2040 als wichtiges Ziel definiert. Die ehemalige Geschäftsführerin der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 setzt dabei auf umweltfreundlichen Verkehr und energiesparende Architektur.


Wie wird sich der Verkehr in Österreich in den kommenden Jahren ändern?

Wir wollen beim Verkehr die notwendige Trendwende bei den CO2-Emissionen schaffen. Dafür bedarf es engagierter Umsetzungsprogramme, für die wir nun Schritt für Schritt Maßnahmen entwickeln. Die Ziele sind klar: Verkehr vermeiden, Verkehr verlagern und Verkehr verbessern sowie den Anteil des umweltfreundlichen Verkehrs – Fuß- und Radverkehr, öffentliche Verkehrsmittel und Shared Mobility – deutlich zu steigern. Jeder Ortskern soll – auch am Wochenende oder in den Abendstunden – öffentlich erreichbar sein. Ziel ist ein stündlicher Takt. Die Bahn bildet dabei das starke Rückgrat der Öffis, bis in die Ortschaften sollen verschiedene Formen von Öffis führen. Es geht um umweltfreundliche und leistbare Mobilität für alle in der Stadt und am Land.

Ziel einer umweltfreundlichen und gerechten Verkehrswelt der Zukunft ist eine gleichberechtigte Nutzbarkeit für alle Bevölkerungsgruppen und Mobilitätsformen.

Leonore Gewessler

Welche Auswirkungen haben neue, innovative Verkehrskonzepte für den Stadtraum?

Sichtbar werden diese Auswirkungen für uns alle werden, nämlich durch eine Veränderung des öffentlichen Raums: Innovative, neue Verkehrskonzepte tragen zu einer faireren Flächenverteilung bei. Derzeit wird ein Großteil des knappen, städtischen öffentlichen Raums vom fließenden und ruhenden Kfz-Verkehr beansprucht. Eine quantitative Umverteilung und qualitative Aufwertung zugunsten aktiver Mobilitätsformen (Radfahrer, Fußgänger) und des öffentlichen Verkehrs ist ein Win-Win für das Zusammenleben und den Klimaschutz. Ziel einer umweltfreundlichen und gerechten Verkehrswelt der Zukunft ist eine gleichberechtigte Nutzbarkeit für alle Bevölkerungsgruppen und Mobilitätsformen, Stichwort Begegnungszone...

 

Das gesamte Interview mit der Bundesministerin ist in der neuen Ausgabe von architektur.aktuell zum Thema „Infrastruktur“ erschienen. 

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