Das tschechische Architektur- und Stadtplanungsbüro CHYBIK + KRISTOF überzeugt mit Standorten in Prag, Brno und Bratislava und wurde 2010 von Ondřej Chybík and Michal Krištof gegründet.

Wie würden Sie die Architekturlandschaft der Tschechischen Republik aktuell beschreiben und in welche Richtung werden sich die Tendenzen Ihrer Meinung nach entwickeln?

Ich würde sagen sehr dynamisch. Zurzeit tauchen viele neue und eigenständige Büros auf. Die Nachkriegsgeneration der Architekten hat, nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und 40 Jahren des Kommunismus, den neuen tschechischen Stil aufgebaut. Sie übersetzten die Moderne der 1930er Jahre in einen Baustil der Gegenwart. Es war eine energiegeladene Zeit des Aufschwungs und diese Nachkriegsgeneration war so dominant, dass sie der darauffolgenden Generation kaum Raum für eigenes Schaffen ließen. Jetzt, da die Nachkriegsgeneration nach und nach in den Ruhestand geht, entsteht ein vernünftiger Spielraum für die jüngste Generation ihre Ideen umzusetzen...

Was sind Ihre aktuellen Intensionen für die geplante Erweiterung des Václav-Havel-Flughafens in Prag?

Die Planung des Flughafens war eine sehr interessante Erfahrung, da wir so viele Probleme der Industrie, wie etwa den CO2-Fußabdruck, in unseren Entwürfen berücksichtigen mussten. Ziel war es einen möglichst umfassenden und nachhaltigen Ansatz zu finden, was wir über den sensiblen Umgang mit Material, Raum und Regenwasser umgesetzt haben. Wir mussten der Öffentlichkeit erklären, dass es keine Schande ist einen neuen Flughafen zu bauen, immerhin ist dies ein wichtiger öffentlicher Bau. In der Industrie geht es auch um die Gebäude, die sie beherbergt und wir als ArchitektInnen sollten die Chance ergreifen diese zu verbessern...

© KIVA.PHOTO

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