Architektur und Nachhaltigkeit

Staatspreis 2019 vergeben

klimaaktiv / Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus/APA-Fotoservice/Schedl

BMNT zeichnete acht Projekte mit Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit 2019 aus – Nachhaltiges Bauen und Sanieren unterstützt die nationale Klima- und Energiestrategie #mission2030


Acht herausragende Projekte wurden von Nachhaltigkeitsministerin Maria Patek für außergewöhnliche Leistungen im Bereich des nachhaltigen Bauens und Sanierens mit dem Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Der Staatspreis wird vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus ausgelobt und wurde bereits zum sechsten Mal vergeben.

2019 konnten erstmals ebenso viele Sanierungsprojekte wie Neubauten ausgezeichnet werden. In der bisherigen Geschichte des BMNT-Staatspreises gab es insgesamt knapp 500 Einreichungen. In die engere Auswahl - und damit auf die „Shortlist“ für die begehrte Auszeichnung - schafften es mit der nun sechsten Auflage 73 Projekte.

Angesichts der hohen Qualitätsdichte 2019 setzte die internationale Jury unter dem Vorsitz von Roland Gnaiger 17 Projekte auf die Short List. Bewertet wurden architektonische Qualität und die ökologische und energetische Qualität der Bauprojekte anhand des klimaaktiv Gebäudestandards und des klimaaktiv Standards für Siedlungen und Quartiere.

(Text: www.klimaaktiv.at)

Sanierung und Erweiterung Justizgebäude Salzburg

  • Bauherrschaft: BIG Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H.
  • Architektur: Franz & Sue ZT GmbH
  • Fachplanung: KPPK Ziviltechniker GmbH (Bauphysik), Zentraplan Planungsges.mbH (Haustechnik), rajek barosch landschaftsarchitektur

Nicht nur der Balanceakt zwischen Modernisierung, Denkmalpflege und Klimaschutz ist gelungen: Das Salzburger Justizzentrum wurde zu einem neuen öffentlichen Ort für die Stadt.

Justizgebäude Salzburg © Kurt Hörbst

Wohnhaussanierung und Dachgeschoß-Ausbau, Mariahilfer Straße 182, Wien

  • Bauherrschaft: Dr.in Doris Krappinger, DIin Sigrid Hildebrandt
  • Architektur: Trimmel Wall Architekten ZT GmbH
  • Fachplanung: Schöberl & Pöll GmbH (Bauphysik), BPS Engineering (Haustechnik), Dr. Karlheinz Hollinsky & Partner ZT GmbH (Statik)
  • Forschungspartner: Immobilien Verwaltung und Vermittlung Brun, e7 Energie Markt Analyse GmbH

Nach einer Gasexplosion war das Haus ein Trümmerhaufen. Ein Abriss wäre der einfachere Weg gewesen. Doch aus der Katastrophe ging ein Vorzeigebeispiel hervor, wie Gründerzeitgebäude an die Anforderungen moderner energieeffizienter Gebäudestandards anpassbar sind.

Wohnhaussanierung und Dachgeschoßausbau © Kurt Hörbst

Wohnhaussanierung und Dachgeschoßausbau © Kurt Hörbst

Neubau und Adaptierung Volksschule Dorf, Lauterach

  • Bauherrschaft: Marktgemeinde Lauterach ImmobilienverwaltungsGmbH & Co KG
  • Architektur: Architekturbüro Feyferlik/Fritzer
  • Fachplanung: SPEKTRUM Bauphysik & Bauökologie GmbH (Bauphysik), LPS GmbH (Haustechnik), DI Johann Birner (Statik)

Die Volksschule Dorf in Lauterach wirft sämtliche tradierten Bilder von „Schule“ über den Haufen und stellt das Dogma, dass nur sehr kompakte Gebäude nachhaltig seien, infrage.

Volksschule Lauterach © Kurt Hörbst

Volksschule Lauterach © Kurt Hörbst

Neubau Volksschule Hallwang, Salzburg

  • Bauherrschaft: Gemeinde Hallwang
  • Architektur: LP architektur ZT GmbH
  • Fachplanung: Ingenieurbüro Rothbacher GmbH (Bauphysik), vollSOLAR GmbH (Haustechnik), Bauingenieur Lackner Egger ZT GmbH (Statik), 3:0 Landschaftsarchitektur

Emotional ansprechend und haustechnisch optimiert ist die neue Volksschule der Gemeinde Hallwang bestens für die Anforderungen der Zukunft gerüstet.

Volksschule Hallwang © Kurt Hörbst

Volksschule Hallwang © Kurt Hörbst

Der Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit wird seit dem Jahr 2006 vom Umweltministerium im Rahmen seiner Klimaschutzinitiative klimaaktiv ausgelobt. Mit der Entwicklung und Bereitstellung von Qualitätsstandards, der Aus- und Weiterbildung, mit Beratung, Information und einem großen Partnernetzwerk ergänzt klimaaktiv die Klimaschutzförderungen.

Neubau Bundesschule Aspern, Wien

  • Bauherrschaft: BIG Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H.
  • Architektur: fasch&fuchs.architekten ZT-gmbh
  • Fachplanung: EXIKON arc&dev (Bauphysik), Werkraum Wien Ingenieure ZT GmbH (Tragwerksplanung), Thermo Projekt GmbH (Haustechnik), Pflanz! (Landschaftsarchitektur)

Sie scheint den kühnsten Träumen fortschrittlicher Pädagoginnen und Pädagogen entsprungen: Die Bundesschule Aspern bietet ein Umfeld, in dem sich modernste Bildungskonzepte ebenso ungehindert entfalten können wie die Persönlichkeiten der Kinder und Jugendlichen.

Bundesschule Aspern © Kurt Hörbst

Bundesschule Aspern © Kurt Hörbst

Neubau Universitätsgebäude TÜWI, Wien

  • Bauherrschaft: BIG Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H.
  • Architektur: Baumschlager Hutter Partners
  • Fachplanung: Buschina Partner ZT GmbH (Statik, Bauphysik), HL Technik Engineering, ppg blueberg control (Haustechnik), BOKU Arbeitsgruppe Ressourcenorientiertes Bauen (Nachhaltigkeitsberatung), rajek barosch landschaftsarchitektur

Die Universität für Bodenkultur (BOKU) ist Österreichs am stärksten wachsende Universität und eine der wichtigsten interdisziplinären Lehr- und Forschungsstätten auf dem Gebiet der Naturwissenschaften, Technik und Wirtschaftswissenschaften. Diese Kompetenzen unterstreicht ihre jüngste Erweiterung in Wien-Währing.

Universitätsgebäude TÜWI © Kurt Hörbst

Universitätsgebäude TÜWI © Kurt Hörbst

Ensemble am Hannah-Arendt-Park, Wien

  • Bauherrschaft: Wien 3420 Aspern Development AG
  • Stadtplanung: Tovatt Architects & Planners AB
  • Architektur: D9: AllesWirdGut Architektur ZT GmbH, D10: Tovatt Architects & Planners, D13A: baldassion architektur, D13B: wup_wimmerundpartner, D13C: pos Architekten ZT GmbH, D13D: Arch. Franz Kuzmich, D13E: einszueins architektur ZT GmbH, D14: königlarch architekten, D18A: ZT Arquitectos/ Zinterl Architekten, D18B: fasch & fuchs ZT GmbH

Die Seestadt Aspern entpuppt sich zusehends als attraktiver Ort zum Leben, an dem vieles richtig gemacht wird. Im Fokus des Staatspreises liegt das Quartier um den Hannah-Arendt-Park aus der ersten Bau- und Besiedelungsphase.

Hannah-Arendt-Park © Kurt Hörbst

Hannah-Arendt-Park © Kurt Hörbst

Sanierung Bürogebäude Schanzstraße, Wien

  • Bauherrschaft: Fünfhauslofts GmbH
  • Architektur: ostertag ARCHITECTS zt gmbh
  • Fachplanung: DI FH Gerhard Novak IB Bauphysik, TB Ing. Heiling Ges.m.b.H (Haustechnik), Gmeiner Haferl ZT GmbH (Statik), Lindle Bukor OG (Landschaftsarchitektur)

Mit Augenmaß, architektonischem Geschick und technischem Know-how gelang bei der Sanierung des ehemaligen Dorotheum-Gebäudes in Wien-Fünfhaus die Integration von Denkmalschutz, energetischer Optimierung und neuer Nutzung.

Sanierung Bürogebäude Schanzstraße © Kurt Hörbst

Sanierung Bürogebäude Schanzstraße © Kurt Hörbst

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