Konstruktiv denken, kreativ handeln

Unifokus | RWTH Aachen

Die RWTH gilt als eine der stärksten technischen Universitäten im deutschsprachigen Raum und verbindet Ingenieurwissen mit gestalterischem Denken. Doch was heißt das konkret für die nächste Generation Architekt:innen – und was macht den besonderen Aachener Spirit aus?


Die Ausbildung an der RWTH ist anspruchsvoll und vielseitig. Architektur wird hier als interdisziplinäres Feld verstanden, in dem Entwurf, Konstruktion, Tragwerk und Material aufeinander reagieren. Projekte ersetzen Klausuren, Theorie trifft auf Werkstattarbeit. Diese Nähe zur Praxis formt das Denken vom ersten Konzept bis zur Umsetzung. Studierende beschreiben das Studium als intensiv, aber auch als ausgesprochen lebendig. Besonders im Master zeigt sich die Breite des Angebots. Von nachhaltigem Bauen über Städtebau bis zu digitalen Entwurfsmethoden reicht das Spektrum. Wer möchte, kann sich in Tragwerkslehre, Materialforschung oder in theoretische Diskurse vertiefen. Dabei bildet Nachhaltigkeit ein zentrales Thema. Viele Lehrstühle arbeiten an Projekten zur Wiederverwendung von Materialien, zu Holz- und Hybridbauten oder zu Kreisläufen im Bauprozess. Eine entscheidende Rolle spielen die REIFF Labs. An Orten wie dem ManuLab, StudioLab oder FabriLab werden viele unterschiedliche Modelle, Prototypen und Experimente entwickelt. Digitale Werkzeuge, Robotik und Handwerk treffen aufeinander. Architektur wird greifbar. . .

Model ©Matija Materic

HYBRID LIVINGCAMPUS WEST

Matija Materic
Mit seinem Entwurf für ein studentisches Hochhaus in Holz-Hybridbauweise schlägt Matija Materic ein neues Kapitel für den Campus West der RWTH Aachen auf. Der 90 Meter hohe Turm schafft Wohnraum, Gemeinschaft und urbane Dichte in einem Umfeld, das bislang nach Feierabend verwaist. Modular aufgebaut und ressourcenschonend konzipiert, kombiniert das Gebäude vorgefertigte Holzelemente mit einem zentralen Betonkern und einem Stahlfachwerk, das die Lasten effizient ableitet. . .

KOLLEKTIVES WOHNEN IN DÜSSELDORF

Michelle Holewa
Michelle Holewa entwirft zwei genossenschaftliche Wohnhäuser auf einer Brachfläche in Düsseldorf- Unterbilk. Ihr Projekt versteht die Genossenschaft nicht nur als wirtschaftliches Modell, sondern als räumliche Idee. Gemeinschaftsräume, Werkstätten, Co-Working-Flächen, ein Nachbarschaftscafé und eine Kita bilden ein durchlässiges, lebendiges Ensemble. . .

GEMEINSCHAFT ALS RESSOURCE

Oskar Brose
Oskar Brose untersucht in seinem Entwurf, wie sich mit minimalem Flächenverbrauch maximaler Lebensraum schaffen lässt. Sein Wohnprojekt für Studierende setzt auf Begegnung, Durchlässigkeit und gemeinschaftliches Leben. Arbeitsräume im Erdgeschoss, offene Küchen, geteilte Aufenthaltsbereiche und variable Rückzugszonen bilden ein dichtes räumliches Gefüge. Schiebetüren und Vorhänge erlauben, Privatsphäre und Gemeinschaft nach Bedarf anzupassen. . .

 

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