Urnengrab Steyr

Der Nationalsozialismus wirft immer noch lange Schatten. In Steyr setzte Architekt Bernhard Denkinger mit dem Entwurf eines Urnengrabes etwa 800 einstigen KZ-Häftlingen ein würdiges Zeichen.


Höchst idyllisch liegen Krematorium und Urnenhain auf einer Anhöhe über der Stadt Steyr, wo die Feuerbestattung dank des Vereins „Die Flamme“ viel Tradition hat: 1927 ging hier das zweitälteste Krematorium Österreichs in Betrieb. Die Feuerhalle wurde von Architekt Franz Koppelhuber geplant und 1938 von der Ostmärkischen Feuerbestattung übernommen. Am 5. September 1938 wurde die erste Häftlingsleiche verbrannt, bis Mai 1945 dürften es um die 4.500 Tote aus dem KZ Mauthausen und Nebenlagern gewesen sein, die genaue Zahl ist nicht bekannt.

 

1948 wurden etwa 800 Urnen von KZ-Inhaftierten im Urnenfriedhof Steyr in einer gemauerten Urnengruft beigesetzt, erst 2011 entdeckte man sie unter einem asphaltierten Weg wieder. Mit dem Erdreich hatte sich über Jahrzehnte der Mantel des Schweigens über sie gebreitet. Das Mauthausen-Komitee Steyr unter dem engagierten Vorsitz von Mag. Karl Ramsmaier bestand darauf, ihnen ein würdiges Grab zu errichten und beauftragte Architekt Bernhard Denkinger, der bereits den von KZ-Häftlingen gegrabenen Schutzstollen unter dem Schloss Lambert in Steyr als „Stollen der Erinnerung“ höchst angemessen gestaltet hatte, mit einem Entwurf.

 

Den ganzen Journal Beitrag zum Urnengrab Steyr von Architekt Denkinger gibt es jetzt in der neuen Ausgabe zu lesen!

Urnengrab Steyr Detail

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