Das Concéntrico-Festival in Logroño

Vielfältige Ansätze eines urbanen Labors

Temporäre Architektur ist ein eigenständiges Fachgebiet, das es ermöglicht, Formen der Nutzung, Interaktion und Sinnstiftung im öffentlichen Raum zu erforschen. Vor diesem Hintergrund rief Javier Peña 2015 Concéntrico ins Leben, das internationale Architektur- und Designfestival von Logroño. Als Initiative mit kollektiver und internationaler Ausrichtung regt es zum Nachdenken über die Stadt an.

Das Festival in Nordspanien versteht sich als Labor für urbane Innovation, das Installationen, Aktivitäten und Begegnungen verbindet. Im Laufe seiner elf Ausgaben haben mehr als 180 Interventionen Plätze, Straßen, Flussufer und städtische Leerräume zum Leben erweckt. Die Projekte erforschten kollektive Nutzungsformen und setzten das kulturelle Erbe in Dialog zu zeitgenössischer Architektur. Die von internationalen Teams entwickelten Aktionen sind Teil eines Kooperationsnetzwerks, das Kulturakteur:innen, Institutionen und Öffentlichkeit umfasst.

Die Auswahl basiert auf einem ausgewogenen Verhältnis von offenen Ausschreibungen und kuratorischen Prozessen, was ein Zusammenspiel von Forschung und programmatischer Kohärenz ermöglicht. Einige der Projekte werden im Rahmen eines offenen Wettbewerbs ausgewählt, andere direkt im Dialog mit den eingeladenen Teams entwickelt. Dieser duale Ansatz sorgt nicht nur für vielfältige Perspektiven, sondern ermöglicht es auch, eine Erzählung zu entwickeln, in der die Beiträge sowohl miteinander als auch mit ihrem jeweiligen Kontext in Beziehung stehen. Die über die Stadt verteilten Standorte sind als Ausgangspunkte konzipiert, von denen aus neue Interpretationen etablierter wie auch ungenutzter Räume angeregt werden sollen. . .


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