Haus

Architektur ist immer eine Vision für die Zukunft. Dass man diese Zukunft auf vielen Ebenen gleichzeitig denken kann, beweist Andreas Breuss mit dem Projekt Co-Sharing House, bei dem die Freude daran jeden Tag geteilt wird. Außerdem realisiert es ein vorbildliches Energiekonzept, das auf weitgehender Autarkie basiert.

Gemeinsam bauen

Es hört sich fast klassisch an: Jemand, der in seinem Leben genug Stadt konsumiert hat, wird von der Sehnsucht nach dem Landleben und seinen Vorzügen gepackt, kauft sich ein Grundstück und möchte dort einen neuen Lebensort installieren. Doch in diesem Fall wurde aus der einfachen Idee, ein Einfamilienhaus zu bauen, mehr. Wesentlich mehr. Denn in den vielen intensiven Gesprächen mit Andreas Breuss, der das Projekt planen sollte, ergab sich, dass es heute eigentlich keinen Sinn mehr mache, für sich allein eine ganze Infrastruktur zu schaffen, um diese dann auch nur alleine zu nutzen. Eine Struktur, in der mehrere Menschen leben können, rückte immer mehr in den Fokus – so entstand die Idee zum Co-Sharing-House.

Das lebendige soziale Konzept, das dahintersteckt, haucht dem Projekt abwechslungsreiche Lebensentwürfe ein.

Barbara Jahn

 

Haus

Small, Medium, Large

Da das Grundstück sehr groß ist, wuchs der Gedanke, mehrere Wohneinheiten zu planen, die miteinander auf besondere Weise vernetzt sind. Geplant wurden insgesamt drei annähernd gleich große Einheiten, die beispielsweise von drei Familien bewohnt werden könnten. Sie könnten aber auch als Wohnhaus mit Atelier oder Büro bespielt werden. Durch die flexible Schaltbarkeit der einzelnen Elemente ergibt sich automatisch eine große Vielfalt an Möglichkeiten der Nutzung: vom Yogakurs über das Musikstudio bis zum Eigenheim. Derzeit werden zwei Häuser als Wohnhaus für je eine Familie genutzt, das mittlere Gebäude als Atelier. In allen drei Häusern gibt es einen nach Süden ausgerichteten zentralen Hauptraum mit allen erforderlichen Anschlüssen für eine Küche, der wahlweise für Wohnen oder Arbeiten zur Verfügung steht. Großzügige, um die Ecken gezogene Fensterflächen bieten einen herrlichen Ausblick auf die umliegende Landschaft. Nach Norden hin orientieren sich die Schlaf- und Nebenräume. Alles findet hier auf einer Ebene statt, die Gebäude kommen ganz ohne Erschließung aus und sind dementsprechend kompakt. Denn: ...

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... Die Häuser selbst, in den Größen S, M und L, haben hingegen eine relativ kleine Grundfläche zwischen 50 und 85 Quadratmetern. Doch die Zahlen können den Eindruck an luftiger Größe nicht schmälern – dazu tragen die nutzbaren Zwischenräume und Außenfläche rundum bei. (...)

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