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Zikkurat am Park  Das erste Quartiershaus im Sonnwendviertel Ost ist fertig. feld72 planten den Pionier, dessen zweigeschossige Sockelzone vom Tanzstudio PrimOrama und vom Developer Kallinger Projekte und Kallco genutzt wird. Die 29 Wohnungen darüber haben jede einen Balkon und gemeinsam ein Proscenium, Atrium und Gärten am abgetreppten Dach.


Ein neues Stück Stadt  

Das Sonnwendviertel ist ein Hoffnungsgebiet der Wiener Stadtplanung: Südlich des neuen Hauptbahnhofs wurde auf dem 34 Hektar großen Areal des einstigen Frachtenbahnhofs ein Quartier mit etwa 5.500 Wohnungen für rund 13.000 Menschen entwickelt. Sein grünes Herz bildet der sieben Hektar große Helmut-Zilk Park, der vom Schweizer Büro Hager Partner AG gestaltet wurde. Mit Hundezonen, Gemeinschaftsbeeten, Motorik-Parcours und einer schmucken Mann-Bäckerei ist der Park schon jetzt sehr beliebt. An seine gebauchte Westgrenze schließt der Bildungscampus Sonnwendviertel von PPAG an, sowie der Rand des Sonnwendviertels West, das bereits fertig besiedelt ist. Städtebaulich dominieren hier Blockrandbebauungen, wohnbautechnisch reicht das Spektrum von gefördert über freifinanziert bis zu „smart“. Die Qualität der Bauten ist gemischt. Zwar sind in einige Erdgeschosse bereits Geschäfte, Büros und Lokale eingezogen, auch gibt es ein paar Hotels, lebendig durchmischt ist das Grätzel nicht.

Kooperativer Masterplan  

Beim Sonnwendviertel Ost – das gerade zwischen dem Gleiskörper der Bahn und der Ostflanke des Helmut-Zilk-Parks entsteht, sollte das anders werden. Die Gemeinde Wien wagte sich an einen kooperativen Masterplan, für den die Architekten ARTEC, Franz Denk, Gasparin + Meier, Rüdiger Lainer & Partner, das Studio Vlay und Max Rieder den Masterplan von Hoffmann/Holz/Wimmer in mehreren Workshops überarbeiteten. Das Resultat war ein kleinteiligeres Gefüge an Bauplätzen: Entlang der Gleiskörper sollen zwei Hochgaragen und Gewerbebetriebe den Lärm abhalten, die dahinter in Richtung Park liegenden Grundstücke wurden relativ kleinteilig parzelliert, um an die dichte Atmosphäre einer gewachsenen Stadt anzuknüpfen.

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Wir glauben an diesen Stadtteil! Ich agiere gern als Pionier. Die Aufforderung, Urbanität zu verwirklichen, war sehr reizvoll

Winfried Kallinger

 

Dazwischen öffnet sich ein frei geformtes, verkehrsbefreites Wegenetz zu unterschiedlichen Platzräumen. Für die Parzellen wurden Bauträgerwettbewerbe abgehalten, wobei einige dezidiert für Baugruppen, andere für elf Quartiershäuser vorgesehen waren, die in Sichtkontakt zueinander angeordnet sind. Die Typologie Quartiershaus garantiert einen Mix aus Arbeiten, Wohnen und einem öffentlichen oder halböffentlich genutzten Erdgeschoss, das dezidiert sein Umfeld beleben soll. 

Pionier am Park  

„Wir glauben an diesen Stadtteil! Ich agiere gern als Pionier. Die Aufforderung, Urbanität zu verwirklichen, war sehr reizvoll“, so Winfried Kallinger, Bauherr und Nutzer des ersten Quartiershauses, das von feld72 geplant wurde. (...)

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