Lengfeld Mikolajcak - Stadthaus in Bozen

Das schwierigste war, die richtige Balance zwischen zeitgenössischen und alten Elementen der Architektur zu finden

Auf einem der ältesten Plätze Bozens ersetzten Lengfeld Mikolajcak einen Altbau aus den 1950ern durch ein smartes, fünfgeschoßiges Stadthaus. Die vertikale Begrünung des alten Stiegenturms, hochwertige Materialien, eine zeitlose Architektursprache und Mischnutzung machen es zum Gewinn für den Ort.

Der Delago-Platz ist einer der ältesten von Bozen: Er liegt an der Kreuzung der Vintlerstraße im Süden und der Weggensteinstraße im Osten mitten in der Altstadt. Schräg gegenüber befindet sich das naturhistorische Museum, im Westen wird der Platz von der Residenza Schrofenstein eingefasst. In diesem alten, denkmalgeschützten Gebäude legte man bei der Renovierung im Jahr 2006 profane Fresken mit ritterlichen und höfischen Szenen aus der Gotik frei, die zu den wichtigsten Europas zählen. Der älteste Kern des Hauses, das sich damals die Familie Vintler zur Winterresidenz erkor, stammt aus dem Jahr 1368. Die Fresken dürften 1395 beauftragt worden sein. 1768 legte Franz de Paula von Mayrl, ein reicher Bozener Bürger testamentarisch fest, dass ein Teil seines Vermögens zur Gründung eines „freiwilligen Arbeitshauses“ verwendet werden müsse. Dort sollten Jugendliche außer Tritt wieder zur Arbeit finden. 1770 kauften neun Bürger von Bozen den Ansitz Schrofenstein, der so zum Sitz der „Franz De Paula von Mayrl“ Stiftung wurde. Diese existiert bis heute, viele Bauten der Nachbarschaft sind in ihrem Besitz. (...)