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Die Leichtigkeit des weißen Steines 

Die Perfektionsansprüche des führenden österreichischen Herstellers optischer Linsen und Brillen haben in einem Fabriksneubau auch bautechnische Innovationen geliefert. Die Fassade aus vorgefertigten Betonelementen reagiert im Design auf das Produkt des Unternehmens. Und technisch schiebt sie die Grenzen des Machbaren für Betonschalungen und -Rezepturen mit Weißzement und Titanoxid weit hinaus.

Jenseits der Metaphern 

Die Firma Silhouette ist ein Familienunternehmen, das dank seiner sorgfältig gepflegten Kombination von Qualitätsbewusstsein und Innovationsbereitschaft seit Jahrzehnten weltmarktführend ist. Mit der Errichtung eines neuen Fertigungsgebäudes im Komplex des Linzer Stammhauses hat die Erzählung des Unternehmens, die gleichermaßen von Handwerklichkeit und Tradition wie von neuen Technologien und zeitgenössischer Formensprache handelt, ihren Ausdruck nun auch in einem Bauwerk gefunden. Der Stoff, aus dem die planenden X-Architekten ihren Teil der Geschichte von nie gekannter Leichtigkeit bei unverwüstlicher Stabilität gefertigt haben ist: Beton.

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Die Prägnanz dieses Auftrittes wiederum ist keineswegs einem Feuerwerk von Form, Farbe oder Materialität geschuldet.

Romana Ring

 

Der Neubau, der sich an der Stelle eines abgebrochenen Traktes erhebt, ist im Vergleich zu den anderen Gebäuden des Firmensitzes nicht groß. Doch dank seiner prominenten Lage in der Mitte der Anlage und vor allem dank seines unverwechselbaren Auftrittes im heterogenen Umfeld des Bestandes ist er zur gebauten Visitenkarte der Firma Silhouette geworden. Die Prägnanz dieses Auftrittes wiederum ist keineswegs einem Feuerwerk von Form, Farbe oder Materialität geschuldet. Vielmehr ist es den X-Architekten gelungen, ein Gebäude zu entwickeln, das dem grundsätzlichen Streben der Bauherrschaft nach formaler und technischer Perfektion auf der Höhe der Zeit in aller Ruhe Ausdruck verleiht. Mit einigen Bezügen auf die Nutzung des Neubaus – die Herstellung optischer Linsen – haben sie ihre bewährte Strategie, den Entwurfsprozess zunächst aus einem Bild der ihnen gestellten Aufgabe zu entwickeln, in einer auch vom flüchtigen Betrachter unmittelbar nachvollziehbaren Weise verfolgt. Um die mit der Materialwahl und der Detailausbildung noch um einige Grade geschärfte Deckungsgleichheit zwischen Inhalt und Erscheinung zu erkennen, muss man schon ein wenig genauer hinsehen. In beiden Fällen aber bietet das Gebäude jenseits aller Metaphern jenen Wert, den Architektur eben hat, wenn sie mehr als alle Wünsche an Funktionalität, Wirtschaftlichkeit und Ästhetik erfüllt. (...)

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