studio3 | Kindergarten "Spielräume", Universität Innsbruck

(c) Günter Richard Wett

Vorgeschichte: Das „bilding“

Vor drei Jahren feierte in Innsbruck eine Bau-Idee Premiere, die ein soziales Angebot, eine mit dem Projekt entstehende Nachfrage sowie die gemeinschaftsorientierte Aktivierung von gesellschaftlichem Potential verschiedenster Sparten für die Realisierung miteinander kombinierte. Das „bilding“, ein „Gewächshaus für die Kreativität von Kindern und Jugendlichen“ war als private Initiative um Monika Abendstein aus dem Wunsch entstanden, persönlichkeitsfördernde Kunstprogramme für junge Leute, die von Tirols Architekturzentrum aut und einer kleinen „Kunschtschule“ angeboten wurden, in einem eigenen Haus zusammenzuführen. Die Verwirklichung dieser Vision bot ein Lehrstück sozialer Verantwortung gesellschaftlicher Schlüsselgruppen: Die Stadt Innsbruck stellte ein Grundstück zu Verfügung, das studio3 der Architekturfakultät (damalige Leitung: Volker Giencke) lieferte eine kollektiv erarbeitete Planung, Unternehmen wie die ATP Architekten und Ingenieure sowie die BTV-Bank sicherten eine Zwischenfinanzierung, zahlreiche Firmen stellten Baumaterial zur Verfügung. Viel Eigenleistung und Arbeitszeit der Beteiligten floss ein, und mittels Bausteinaktion konnte schließlich jedermann und jedefrau das Projekt unterstützen. Nicht nur dieses erfolgreiche „social design“ war innovativ, auch Entwurf und Konstruktion beeindruckten: Sie waren von 30 Studierenden und dem Betreuerteam Walter Prenner, Verena Rauch und Wolfgang Pöschl im Rahmen einer Bachelor-Arbeit entwickelt worden. (...)