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Mit viel Fingerspitzengefühl stellten firm Architekten ein Wasserpumpwerk und einen Brunnen in eine Freihaltezone, aus der auch noch die denkmalgeschützte Mittelweiherburg hoch ragte. Nun liegen die beiden schwarzen, puristischen Bauten aus Beton wie abstrakte Kunst in der Landschaft.


 

Kostbares Gut

Trinkbares Wasser ist wertvoll. Überlebenswichtig für Menschen und Natur. Österreich ist berühmt für die hohe Qualität seines Trinkwassers. Wo und wie Grundwasser entnommen, aufbereitet und verteilt wird, ist also alles andere als unwesentlich und hierzulande auch genau geregelt. Denn das Grundwasser zur Trinkwasseraufbereitung muss ebenso sauber wie reichhaltig vorhanden sein, um zu Stoßzeiten auch genug davon entnehmen zu können.

Gemeinde am Wasser

Wasser und Riedflächen prägen das Gemeindegebiet von Hard und Fußach am Bodensee in Vorarlberg. Über die Hälfte der Gemeindefläche ist von Wasser bedeckt. In Hard gibt es einen faszinierenden Wasserturm aus roten Backsteinen aus dem Jahr 1906, das „Wasserwerk Hard-Fussach“, das unter Denkmalschutz steht, jedoch 1946 stillgelegt wurde. Die Bezirkshauptmannschaft Bregenz schrieb der Gemeinde vor, dort ein Schutzgebiet zu errichten, was aber aufgrund der dichten Besiedlung nicht möglich war. Also machten sich die Gemeinden auf eine zwanzig Jahre lang andauernde Suche nach einer anderen Stelle mit Grundwasser, die sich zur Errichtung eines neuen Pumpwerks eignen könnte.

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Besonderer Ort

Die Landesgrünzone rund um die denkmalgeschützte Mittelweiherburg, ein altes Wasserschloss aus der Bauzeit um 1570, das ein kleines Textildruckmuseum beherbergt, erwies sich als geeignet. Hier gab es ergiebige Grundwasservorkommen, deren Qualität langfristig geschützt werden konnte und ließen sich ein Brunnen und ein Pumpwerk bauen, mit dem man im Notfall auch die Gemeinden Bregenz, Hard, Lauterach und Wolfurt versorgen könnte. Allerdings war der Ort sehr besonders: Im Norden verläuft die Salbachstraße, dahinter erstrecken sich hinter einer Reihe von Alleebäumen weite Felder, an einem kleinen Weg, der sich durch die Landschaft schlängelt, ragt die weiße Mittelweiherburg archaisch aus dem Rasen, in dem einige majestätische, alte Bäume stehen. Im Westen dahinter liegen verstreut vier alte Bauernhöfe, im Osten nur unberührte Landschaft, im Süden verläuft die Eisenbahnroute.

Das Pumpwerk ist ein wichtiges Gebäude für die Gemeinde. Genau genommen, ist es essenziell.

so Albert Moosbrugger, firm
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