Hoffenscher Architekten

Wohnbau Färberhof, Dornbirn

Hoffenscher Architekten, Wohnbau Färberhof, Dornbirn © Fotowerk Lampelmayer

Vom Dornbirner Bahnhof nach Norden gehend passiert man Einfamilienhäuser, niedrige Geschoßwohnbauten und kleine Gewerbebetriebe, bis sich in der Ferne eine architektonische Geste zeigt, wie man sie in Vorarlberg nicht gewohnt ist: Schluss mit den Kisten!

Nahe der Innenstadt

Eine Edelstahlbox mit kantig auskragenden Metall-Fensterläden, schwarzglänzend lackierte Streckmetallflügel, mattschwarze Verblechungen: Dieser Wohnbau ist ganz anders als die typische Vorarlberger Holzkiste. Standort ist der Rohrbach, ein Stadtteil, der nördlich an den Bahnhof und das Dornbirner Zentrum angrenzt. Heute ist das ein Wachstumsbezirk, in dem die Wiesen zwischen den Einfamilienhäusern nach und nach von mehrgeschossigen Wohnbauten verdrängt werden – eine Form der Verdichtung, die, wenn sie in entsprechender Qualität umgesetzt wird, dem Stadtteil zweifellos gut tut. Der „Färberhof“ zeigt, zu welchen Resultaten solches Qualitätsbewusstsein führen kann, ganz im Unterschied zu manchem gesichtslosen Bauträgerprojekt, das rundum zu finden ist. In der Vergangenheit war der Rohrbach Standort der Dornbirner Textilindustrie, deren wichtigster Betrieb die Fabrik von Franz Martin Rhomberg war.

Hoffenscher Architekten, Wohnbau Färberhof, Dornbirn © Fotowerk Lampelmayer

Hoffenscher Architekten, Wohnbau Färberhof, Dornbirn © Fotowerk Lampelmayer


Das Grundstück des Färberhofs grenzt direkt an Rhombergs Fabrik, wo längst keine Textilien mehr hergestellt werden. Das Areal ist nun ein großer Gewerbepark sowie Standort des Spielbodens, eines wichtigen Kulturzentrums.

Das architektonische Vokabular im Wohnbau im Land sollte vielfältiger werden, und trotzdem würde Vorarlberg Vorarlberg bleiben – hinsichtlich Architekturqualität und Wertschätzung der Baukultur.

 

Marc Hoffenscher

 

Hoffenscher Architekten, Wohnbau Färberhof, Dornbirn © Fotowerk Lampelmayer

Hoffenscher Architekten, Wohnbau Färberhof, Dornbirn © Fotowerk Lampelmayer

Terrassenhaus einst und jetzt

Ein wichtiges Vorbild für das Projekt ist das Dornbirner Terrassenhaus vom Anfang der 1970er Jahre des Maschinenbauingenieurs Herbert Bereiter, das in dieser Stadt nicht fremder wirken könnte: Eine siebengeschossige Wohnmaschine mit rundumlaufenden Pflanztrögen voller Grün, eine bewohnbare Landschaft aus Beton, eine Wohnskulptur der Moderne, in Eigeninitiative entwickelt und umgesetzt – auch diesbezüglich folgt der Färberhof dem historischen Terrassenhaus. Zwar hat das 50 Jahre alte Terrassenhaus mittlerweile architektonische Wertschätzung erfahren, aber es ist im Vorarlberger Architekturgeschehen bis ...
 

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Hoffenscher Architekten, Wohnbau Färberhof, Dornbirn © Fotowerk Lampelmayer

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