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Wohnhochhaus Lakeside, Seestadt Aspern, Wien

Viel näher am künstlichen See, dem der neue Stadtteil auf dem ehemaligen Flugfeld Aspern seinen Namen gibt, kann man nicht wohnen. Kaum ein Baufeld liegt prominenter als dieses mit der Kurzbezeichnung J5A


 

Der Sockelbau umfängt entlang der Janis-Joplin-Promenade und nach Süden entlang der Lydia-Sicher-Gasse mit seinen Flügeln den ebenerdigen Freiraum.


Die gelben Schlitze zwischen den dunkelgrau, hellgrau und weiß gehaltenen Gebäudesegmente bilden die innere, winkelförmig angeordnete Erschließung ab.


An den Gangenden bringen in jedem Geschoß raumhohe Verglasungen das Tageslicht ins Innere, sodass
– egal an welchem Punkt man den Gang betritt, sich auf allen Ebenen ein Blick ins Freie auftut.


Zudem finden sich in der Sockelzone Maisonette-Wohnungen, die dank der

– in der Seestadt entlang der Hauptachsen üblichen –

lichten Raumhöhe von vier Metern im Erdgeschoß auch als Gewerbe- oder Bürofläche zu verwenden sind.

Das Wichtigste war uns der Blick zum See. Den haben alle Wohnungen durch die auskragenden Balkone. Und durch die natürliche Belichtung der Erschließungsgänge sieht man auch dort von überall ins Freie.

querkraft


 

querkraft, Wohnhochhaus Lakeside © Lukas Schaller



Noch mehr Luft nach oben gibt es in den Wohnräumen von knapp der Hälfte der Wohnungen in den Turmgeschossen.


Bereits im Wettbewerb schlugen die Architekten vor, anstatt der laut Auslobung vorgesehenen zwölf Geschosse mit einer Raumhöhe von 2,80 Metern über dem Sockel

– bei gleichbleibender Kubatur –

dreizehn Etagen mit lichten Höhen von 2,50 in den nachrangigen Räumen und Wohnbereiche mit 5,40 Metern Höhe anzubieten.


Das lässt die Wohnungen nicht nur großzügig wirken, sondern holt auch den Blick zum Himmel besser ins Haus und sorgt dafür, dass sich das In-die-Höhe-Streben des Baukörpers auch im Inneren räumlich abbildet.

querkraft, Wohnhochhaus Lakeside © Lukas Schaller



Alle Wohnungen haben dank der Maximierung der Baumasse zur Promenade und der weitauskragenden Balkone ihren Blick zum See.


So kommt das Asset dieses Bauplatzes allen zugute.
3,30 Meter weit greifen die tieferen dieser Freiraumwannen aus.
Die massiven Betonbrüstungen verleihen ihnen Schutz und Geborgenheit in den oft recht windigen Lüften des Marchfelds.


Hier haben es sich etliche Mieterinnen und Mieter mit Holzrosten, Möbeln und Pflanzen bereits wohnlich eingerichtet.

Noch rankt kein Grün über die Balkonbrüstungen, das kann noch werden.

Umgekehrt wird man im Gegensatz zu Balkonen mit durchsichtigen Geländern nie von außen sehen, wenn jemand weniger Wert auf die Optik seines privaten Freiraums legt.

querkraft, Wohnhochhaus Lakeside © Lukas Schaller

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