Hauskredit

Informationen, die Bauträger oder Architekten an Privatkunden weitergeben können

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Das Anlagevermögen in Österreichs besteht zu rund 70 % aus Immobilienvermögen. Ein Spiegel unserer Zeit. Auch im Jahr 2019 bleibt die Baukonjunktur weiterhin sehr gut. Der Wohnbedarf ist hoch, und nicht nur die Privatkunden nutzen die aktuelle Niedrigzinspolitik, um sich einen günstigen Immobilienkredit zu sichern. Bauträger und Architekten besitzen daher oft ein universelles Wissen über Darlehen und Finanzierungsformen, welches sie mit ihren Privatkunden teilen. Eine Zusammenfassung über die wichtigsten Punkte zum Thema Hauskredit.

Verschiedene Finanzierungsformen
Neben Bauspardarlehen, Hypothekarkredit und Wohnbauförderung ist beim Bau eines Hauses vor allem das Stichwort Wohnbaukonto erwähnenswert. Und zwar vor allem auch dann, wenn mit den Rückzahlungsbeträgen nicht gleich nach Auszahlung begonnen werden will. Hier besteht beim Abschluss eines Wohnbaukontos sehr viel Verhandlungsspielraum, der ausgenutzt werden will. Das Wohnbaukonto ist übrigens nicht nur für den Neubau von Interesse, sondern kann auch zu Sanierungszwecken eingesetzt werden.

Verschiedene Formen der Verzinsung
Sicherheit und Planbarkeit geht vor. Privatkunden verlassen sich heute lieber auf den fixverzinsten Hauskredit. Planungssicherheit steht in den meisten Fällen also klar vor Einsparungspotenzial, die eine variabel verzinste Finanzierung bieten könnte. Ein klarer Vorteil für Kreditnehmer der Jetztzeit. Innerhalb einer Hochzinsphase wäre ein solch langfristig planbares Darlehen für einige mitunter gar nicht leistbar. Steigen also die Zinsen wieder an, wird auch der Fixzinskredit teurer, und die Häuslbauer werden wieder vermehrt zum variabel verzinsten Kredit greifen. Davon kann aber in den nächsten Jahren nicht die Rede sein.

Auch 2019 bleibt ein gutes Jahr für Kreditnehmer
Hohe Zinsen sind laut Europäischer Zentralbank ab dem Jahr 2050 möglicherweise wieder ein Thema. In diesen über 30 Jahren wird der derzeitige 0,0-Prozent-Leitzins voraussichtlich nur minimal steigen. Die aktuelle Einschätzung des EZB-Rats geht davon aus, dass die derzeitigen Mini-Zinsen (bei guter Bonität kann das sogar 2,5 % auf bis zu 20 Jahre sein) noch bis Sommer 2019 halten werden. Ab Herbst 2019 ist mit einer sehr moderaten Zinswende zu rechnen.

Das gegenwärtige Zinsparadies sollte daher unbedingt noch in den nächsten Monaten ausgenutzt werden. Schon alleine deshalb, da es auch kritische Stimmen gibt, die auf einen schnellen Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik drängen. Mittelfristig ist eine Teuerungsrate von rund zwei Prozent zu erwarten.

Die USA heben Leitzins ordentlich an
Was aktuell in den USA passiert, steht auch der Europäischen Zentralbank über kurz oder lang ins Haus. Aber die Geschwindigkeit, mit der der US-Leitzins in die Höhe schnellt - er soll aktuell auf bis zu 2,5 Prozent angehoben werden - die möchte man in Europa vermeiden. In den letzten drei Jahren hat die US-Notenbank Fed den Leitzins bereits acht Mal in Folge nach oben korrigiert.

Wenn man auf die Aussagen von Wirtschaftsexperten vertraut, die davon ausgehen, dass Europa den Vereinigten Staaten wirtschaftlich rund drei Jahre hinten nach ist, dann würde das bedeuten, dass wir hierzulande langsam aber sicher Abschied von der Niedrigzinspolitik nehmen müssen.

Förderungen ausschöpfen
Die österreichische Förderlandschaft ist äußerst vielfältig, auch wenn manche Fördertöpfe in den letzten Jahren immer rascher ausgeschöpft zu sein scheinen. Dabei sprechen wir hier nicht in erster Linie von der gemeinhin bekannten Wohnbauförderung. Erinnern möchten wir Sie an dieser Stelle beispielsweise an die Förderung für Maßnahmen zur Schaffung von Barrierefreiheit, wofür alle neun Bundesländer eine Summe zur Verfügung stellen. Ebenso nicht vergessen sollten Sie die Förderung für Photovoltaikanlagen bzw. Ökostromanlagen, die ebenfalls in allen neun Bundesländern beantragt werden kann.

Ein paar doch eher nicht ganz so bekannte Besonderheiten möchten wir Ihnen an dieser Stelle nicht vorenthalten. Wussten Sie beispielsweise, dass Menschen mit dringendem Wohnbedarf bei Kauf eines Althauses vom Land Burgenland bis zu 40.000 Euro in Form eines günstigen Darlehens bekommen? Und dass in Oberösterreich die Erneuerung, Entwicklung und Erhaltung von sozial, kulturell und wirtschaftlich lebendigen Dörfern gefördert wird? Ein ähnliches Förderprogramm zur Dorferneuerung finden Sie übrigens auch in Tirol. Wissen Sie über die Förderung der Errichtung von Miet- und Mietkaufwohnungen in Salzburg Bescheid?

Zu guter Letzt ein Tipp: Der Bereich Förderungen ist jährlich zum Teil gravierenden Veränderungen unterworfen. Gehen Sie daher immer sicher, nur aktuelle Informationen über Immobilienkredite und Förderungen an Ihre Kunden weiterzugeben. Noch besser ist der Verweis auf die Möglichkeit einer freien und unabhängigen Beratung zum Thema Hauskredit , wie sie zum Beispiel vom Finanzdienstleister Optifin angeboten wird.

 

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