Wege zur optimalen Raumakustik zuhause: Mit einfachen Mitteln zu mehr Wohlbefinden

Den größten Teil unseres Lebens verbringen wir in den eigenen vier Wänden. Während sich die Atmosphäre am Arbeitsplatz in der Regel nicht beeinflussen lässt, kann man für sein Wohlbefinden zuhause einiges tun. Es gibt viele Möglichkeiten, die Raumakustik in der eigenen Wohnung oder im Wohnhaus zu verbessern.

Lärm kann zu anhaltendem Stress führen. Eine schlechte Akustik zuhause muss deswegen unbedingt vermieden werden. Immer wieder machen Ärzte und Forscher darauf aufmerksam, was viele nicht ernst genug nehmen: Stress macht krank. Zwar fängt eine optimale Raumakustik bereits bei der Architektur an, doch auch nachträglich kann durch eine Überarbeitung des Raumkonzepts einiges für das Wohlbefinden getan werden. Der aus dem Heimkino-Bereich bekannte Akustik Absorber zum Beispiel senkt den Nachhall und hilft damit, die Nachhallzeit mittlerer und hoher Frequenzen zu reduzieren. Was eigentlich eher für Tonstudios, Heimkinos und Homerecording gedacht ist, gehört definitiv in den Bereich von sinnvollen Anschaffungen für eine bessere Raumakustik. Ebenso wie das optimale Licht in einem Eigenheim eine echte Wohlfühlatmosphäre schaffen kann, kann dies ein gutes Klangkonzept. Doch wie kann dieses aussehen?

Welche absorbierenden Elemente gibt es?

Die optimale Nachhallzeit eines Raumes richtet sich immer danach, wie das jeweilige Zimmer genutzt wird. Wirft man einen Blick auf die Inneneinrichtung vieler Eigenheime, fällt vor allem eines auf: Verwendet werden eher schallharte Materialien, darunter Glas, Beton, glatte Böden und Wände. Aber auch Stahl, Kunststoff und Aluminium tragen einen Großteil zu einer unangenehmen Raumakustik bei. Hier ist es umso wichtiger, absorbierende Elemente einzusetzen. Diese verringern die Nachhallzeiten und entschärfen damit die Reflexionen der Schallwellen. Ein bekanntes Beispiel ist die ganzflächige Dekoration der Fensterbank. Ergänzt werden sollte dies durch die Anbringung von Gardinen und Vorhängen sowie Deko-Schals. Beim Möbelkauf sollte eher zu Polstermöbeln gegriffen werden. Ihre weichen, porösen Flächen absorbieren den Schall perfekt und verhindern, dass dieser zurück in den Raum geworfen wird.

Auf die Einkaufsliste sollten also:

  • Vorhänge, Schals und Gardinen (vor allem mit viel Faltenwurf)
  • eher auf Plissees und Raffrollos als auf Rollos und Flächenvorhänge zurückgreifen
  • lieber Polstermöbel als Ledergarnituren kaufen
  • große Kissen auf Sitzmöbeln sind ebenso hilfreich

Auch der Bodenuntergrund entscheidet darüber, wie es um die Akustik eines Raumes bestellt ist. Hochflorige Teppiche sind dafür bekannt, viel Schall aufzunehmen. Die beste Entscheidung treffen Sie dann, wenn Sie sich für einen Baumwollteppich entscheiden. Dieser ist Teppichen mit glatten Kunstfasern definitiv vorzuziehen, da er mehr schallschluckende Luftzwischenräume hat. Ergänzt werden kann dies durch Holzpaneele, die an Decken, Wände oder Schrankfronten angebracht werden. Durch ihre perforierte Struktur wird ihnen eine absorbierende Wirkung nachgesagt. Je nachdem für welches Muster man sich entscheidet, können verschiedene Frequenzen abgedämpt werden.

Absorption und Diffusion – ein starkes Team

Neben der Absorption des Schalls spielt auch die Diffusion eine wichtige Rolle wenn es um die optimale Raumakustik geht. Bei der Diffusion handelt es sich um die Streuung des Schalls, was für eine ausgeglichene Akustik im Zimmer sorgt. In diesem Zusammenhang haben sich große Pflanzen, Lampen und große, gut gefüllte Bücherregale bewährt.

Steht das Tapezieren noch aus, besser zu einer Raufasertapete greifen. Dank ihrer unebenen Struktur erhöht sie die Diffusion der Schallwellen und schafft damit akustisch eine angenehme Wohlfühlatmosphäre.
 

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