ÖGNI

WEITERBAUEN STATT NEU BEGINNEN

Es ist ein Irrglaube, den Neubau als Königsdisziplin der Architektur anzusehen. Das ist zwar erklärbar und historisch gewachsen, entspricht aber nicht mehr der heutigen Realität. Ressourcenmangel und die Endlichkeit verfügbarer „Grüner Wiesen“ stoßen uns aus der Komfortzone des Neubaus. Natürlich ist Bauen im Bestand anstrengender: Wir können die Planung nicht mit einem leeren Blatt beginnen, sondern müssen Kompromisse mit der bestehenden Substanz eingehen. Trotzdem sollten wir uns gemeinsam auf eine intelligente Bestandsnutzung vorbereiten. 

Mag. Peter Engert, ÖGNI Geschäftsführer
Foto: © Daniel Pelz/ ÖGNI GmbH

Die Architektur wird maßgeblich dazu beitragen, Sanierungen, Erweiterungen, Verdichtungen an die Bedürfnisse der Menschen, die diese Gebäude nutzen, anzupassen. Thermische Sanierungen sind wichtig, aber zu wenig. Sanierung ist kein Reparieren, sondern Transformation. Wir brauchen bei Sanierung und Erweiterung die Architektur als Vermittlerin zwischen Vergangenheit und Zukunft. Fragen der Nutzung, der Flexibilität müssen in Architektur übersetzt werden, soziales Wohlbefinden ist baulich zu unterstützen. Das alles muss wirtschaftlich sinnvoll machbar sein, daher geht es ohne Skalierung nicht. Die ÖGNI unterstützt mit ihren Zertifikaten dabei, Architektur abzusichern und argumentierbar zu machen. Architekt:innen sind die Schlüsselakteur:innen der Überführung unserer gebauten Umwelt in die Zukunft - nehmen wir diese Herausforderung gemeinsam an.

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