07
Aug

Architektur im Comic

Robert Moses – The Master Builder of New York City, von: Pierre Christin und Olivier Balez, Nobrow London | New York 2018, Credits: Nobrow, London / New York

Raumgalerie Stuttgart

Ludwigstraße 73,
70176 Stuttgart
Deutschland

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Mon-Sat 11 am-7 pm

Architektur ist in vielerlei Hinsicht konkrete und gebaute Wirklichkeit. Architektur existiert aber auch rein in der Fantasie – etwa im Comic, wo sie mitunter fantastische Dimensionen annehmen kann. Eine inspirierende Bandbreite dessen zeigt die Ausstellung »Archicomics« in der Raumgalerie in Stuttgart – zu sehen.


Mit Architektur wird meist ein konkretes Bauvorhaben verbunden, das sich sinnlich erfahren lässt. Architektur als Gedankenkonstrukt kann aber auch ohne diese Wirklichkeit existieren – wie etwa in der Zeichnung, der Malerei oder natürlich auch im Film, wo Architekturen heute oftmals nur noch computergenerierte Kulissen sind.

Ein wichtiger Schauplatz für Architektur ist auch das Genre der Comics oder Graphic Novels, wo die Gestaltung von Architekturen nahezu keine Grenzen kennt. Je nach Zeichen- und Erzählstil des jeweiligen Autors erhält hier die Architektur einen sehr unterschiedlichen Stellenwert. Architektur kann bildbestimmend, Hintergrund oder sogar kaum existent sein. Gleich welche Wichtigkeit Architektur einnimmt, ist sie stets bestimmender Teil für die Atmosphäre, die im Comic transportiert werden soll.

Die Ausstellung „Archicomics – Architektur und Comic“ setzt sich mit insgesamt zwölf Comics auseinander und zeigt dabei die große Bandbreite dessen, was Architektur in Comic und Graphic Novel bewirken kann. Zu sehen sind Ausgaben, die in Verlagen in Deutschland, der Schweiz, Großbritannien und den USA erschienen sind und von international tätigen Autoren verfasst wurden. Darunter finden sich bekannte Werke wie „Yes is more“ von BIG – Bjarke Ingels Group, „Eileen Gray – A House under the Sun“ von Charlotte Malterre-Barthes und Zosia Dzierzawska, „Der Magnet“ von Lucas Harari (das in den Felsenthermen von Peter Zumthor spielt) oder „Die kopierte Stadt“ von Matthias Gnehm. Das Titelmotiv der Ausstellung zeigt einen Ausschnitt aus „Robert Moses: The Master Builder of New York City“ von Olivier Balez und Pierre Christin. Die Bücher wurden hinsichtlich verschiedener Fragen analysiert und rezensiert, etwa: Wie wird Architektur hier dargestellt? Welche Themen werden behandelt? Wie sind sie gezeichnet? Und auch: Welche Potenziale für die Architektur verbergen sich? Erreicht man womöglich ein neues Publikum?

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