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BAUHAUS SHANGHAI STALINALLEE HA-NEU

Richard Paulick vor einem Modell der Berliner Stalinallee 1952 im Defa-Film „die neue Wohnung“. Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-17346-0009 / Quaschinsky, Hans-Günter / CC-BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

ZENTRUM FÜR BAUKULTUR SACHSEN

eine Einrichtung der Stiftung Sächsischer Architekten
Schloßstraße 2
01067 Dresden
Deutschland

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Der Architekt Richard Paulick ist mit Dresden in vielfältiger Weise verbunden. Er studierte nicht nur hier, sondern beteiligte sich nach dem Zweiten Weltkrieg auch an den stadtplanerischen Debatten zum Wiederaufbau Dresdens und der Erweiterung des Hochschulcampus. Das Hauptgebäude der früheren Hochschule für Verkehrswesen (heute HTW) hat er entworfen, an weiteren Bauten war er beteiligt. In Paulicks Meisterwerkstatt an der Deutschen Bauakademie entstanden zudem Entwürfe für den Dresdner Altmarkt.


Erst mit der Moderne tritt der immanente Widerspruch von Avantgarde und Tradition zutage. Der Lebensweg des Architekten Richard Paulick (1903–1979) folgte einer der Sinus-kurven des 20. Jahrhunderts: vom Bauhaus auf dem einen Pol hin zum Bauen in nationalen Traditionen an der Stalinallee als entgegengesetztem Pol und zurück zur erneuten Hinwendung zur Moderne im industriellen Bauwesen der DDR. Diese Schwingung hatte eine Periodendauer von etwa 30 Jahren.
Die aus Anlass der Triennale der Moderne 2019 produzierte Ausstellung der Hermann-Henselmann-Stiftung ist nun in erweiterter Form vom 9. Juli bis zum 28. August 2021 im Zentrum für Baukultur Sachsens im Kulturpalast Dresden zu sehen. Die Ausstellung verfolgt die Lebensstationen Paulicks, vom Bauhaus Dessau, über seine Zeit in Shanghai und das Planen und Bauen in nationalen Traditionen im Zentrum Berlins, an der Stalinallee und in Dresden, bis zur erneuten Hinwendung zur Moderne in den Neubau-Städten Hoyerswerda, Schwedt und Halle-Neustadt.

Das Bauhaus-Jubiläum bot den Anlass, auf der Grundlage neuerer Forschungen die Arbeitsbiografie Paulicks zusammenhängend in einer Ausstellung nachzuzeichnen und mit der Idee des Berliner Welterbe-Antrages zu verbinden, die Konfrontation und das Oszillieren der Architektur zwischen Avantgarde und Tradition bewusst zu machen. Genauer als bisher können nun Paulicks Lebensstationen am und im Umfeld des Bauhauses, seine Emigration nach China 1933 bis 1949 und seine Zeit in der DDR dargestellt werden.

Zur Ausstellung erschien das von Thomas Flierl im Lukas Verlag Berlin herausgegebene gleichnamige Buch, das sowohl die Ausstellung dokumentiert, als auch ergänzende Essays von Andreas Butter, Gabi Dolff-Bonekämper, Simone Hain, Ulrich Hartung, Li Hou, Eduard Kögel, Tanja Scheffler, Oliver Sukrow und Wolfgang Thöner enthält.

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