24
Mai

Bildungsschock | Lernen, Politik und Architektur in den 1960er und 1970er Jahren

vai Vorarlberger Architektur Institut

Marktstraße 33
6850 Dornbirn
Österreich

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Di bis Fr 14:00 bis 17:00 Uhr
Do bis 20:00 Uhr
Sa 11:00 bis 15:00 Uhr

Es war ein Triumph der sowjetischen Raumfahrt: Am 4. Oktober 1957 umrundete Sputnik I, der erste künstliche Satellit, die Erde. Mitten im Kalten Krieg löste der „Sputnik-Schock“ vor allem in den USA, aber auch in weiten Teilen der restlichen Welt, tiefe Verunsicherung aus. Wie sollte die vermeintliche „Fortschrittslücke“ geschlossen werden? Reihenweise beschlossen Regierungen große Investitionsprogramme für Forschung und Bildung, woraufhin die Räume und die Zeiten des Lernens förmlich explodierten. Ganztagsschulen und Bildungszentren wurden gebaut, Reformuniversitäten gegründet, Sprachlabore eingerichtet. Man entdeckte die „Stadt als Klassenzimmer“ und erfand das „lebenslange Lernen“. Das Forschungs- und Ausstellungsprojekt Bildungsschock – Lernern, Politik und Architektur in den 1960er und 1970er Jahren befragt diese Epoche vor dem Hintergrund aktueller Debatten um die Beziehung von Bildung und Raum. Der Begriff „Bildungsschock“ bezieht sich einerseits auf die angesprochenen Schock-Metaphern der Zeit. Andererseits verweist er auf die Erschütterungen, denen Bildung im Zuge von Reform und Modernisierung ausgesetzt war.

Die Ausstellung folgt dem Prinzip der Fallstudie. Jede der rund fünfunddreißig Stationen arbeitet einen bestimmten Aspekt des globalen Bildungsgeschehens der 1960er und 1970er Jahre heraus. Dafür haben die mitwirkenden KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen die Archive sondiert. Den BesucherInnen wird eine Epoche nähergebracht, die geprägt war von Experimenten, von Aufbruchsstimmung, von Kritik und Zweifel. Bildungsschock kann damit als Ressource für den Umgang mit den bildungspolitischen Krisen der Gegenwart und Zukunft dienen.

Werfen Sie schon einen Blick vorab in die Ausstellung mit dem Video zur Ausstellung

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