Buchpräsentation und Diskussion: Easy Reader // WIENER GRUND // Rudolf Kohoutek

Theresianum mit U-Bahn Lüftungskasten; Foto: Rudolf Kohoutek

01.12.2017, 19:00

ÖGFA
Liechtensteinstr. 46a/2/5
1090 Wien
Österreich

Für den Stadtforscher Rudolf Kohoutek sind Fotografien „Dokumente einer Verwunderung und eines genaue(er)en Schauens“.

Er durchmisst die Straßen und Gassen von Wien mit der Kamera, lässt sich treiben, tastet ihre Benutzeroberfläche (oft im Nahbereich der Sockelzone und an den Schnittstellen zwischen öffentlich und privat) ab, um in den beiläufigen Details und abgenutzten Ecken das „optische Unbewusste“ dieser Stadt abzurufen, jene unzähligen Wahrnehmungen, die sich – ohne Fotografie und Text – meist verflüchtigen. Im WIENER GRUND hält das Ver- schwindende ein Zukunftsversprechen bereit: eine „innere“ (inwendige) Stadt, die alles noch zu Denkende zu neuen Raumbildern und Formen anstiftet und auch den Theorieapparat laufen lässt.

Im neuen Programmformat Easy Reader sprechen wir mit Rudolf Kohoutek anlässlich seines aktuellen Buches über Stadtfotografie, urbane Surrealismen und die Unmöglichkeit, sich von der Stadt kein Bild zu machen. Text: Gabriele Kaiser

Rudolf Kohoutek
WIENER GRUND
Vermessung einer Liebe zur Stadt
Fotografien und Texte
Park Books, Zürich 2017 

Rudolf Kohoutek (geb. 1941) lebt und arbeitet in Wien. Architekturstudium an der TH Wien und Geografie an der Universität Wien, 1962–1970 Arbeit in diversen Architekturbüros (Max Bill, Ottokar Uhl, Hans Hollein u.a.); 1970/1971 Chefredakteur der Architekturzeitschrift Bau, Wien. Seit 1972 freiberuflicher Stadtforscher, Autor und Co-Autor zahlreicher Publikationen und Studien.