19
Nov

Von unseren Kindern geborgt | Von der Wegwerfgesellschaft zur Kreislaufwirtschaft

© Reinhard Seiß

NÖ Landesbibliothek

Landhausplatz 1
3109 St. Pölten
Österreich

- Uhr

Nach zehn Jahren erfolgreicher Raumplanungssymposien weitet ORTE seine Reihe halbtägiger Fachveranstaltungen zu den dringlichen Zukunftsfragen des Planens und Bauens nun inhaltlich noch weiter aus und startet im Herbst mit seinen jährlichen Nachhaltigkeitssymposien. Den Beginn macht das Thema Ressourcenschonung: Dürfen wir angesichts der fortschreitenden Rohstoffverknappung, die sogar schon den unerschöpflich scheinenden Baustoff Sand erfasst hat, noch wie bisher bauen – und Gebäude oder Infrastrukturen weiterhin "in Beton gießen"? In wie weit können wir stattdessen bereits verbaute Rohstoffe wiederverwenden – oder noch besser, bereits errichtete Bauten neu nutzen? Wie steht es aktuell um die Wiederverwertung der Baumaterialien, wenn ein Haus oder eine Verkehrsfläche abgetragen werden? Finden sie tatsächlich erneuten Einsatz oder sind sie großteils toxischer Sondermüll? 

Wie schneidet das sogenannte Urban Mining hinsichtlich Energie- und Klimabilanz im Vergleich zur Produktion herkömmlicher Baustoffe ab? Der Markt für Sekundärrohstoffe scheint in Europa zu boomen: Wo steht Österreich hier, und welche rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen müssten verändert werden, um der Kreislaufwirtschaft beim Bauen zum Durchbruch zu verhelfen? Muss nicht zuletzt auch das Bauland von einer "Einweg-Ressource" zu einem ständig wiederverwendeten "knappen Gut" ohne Möglichkeit der Vergeudung oder Spekulation werden? Und was fehlt in der Fachwelt wie in der Gesellschaft noch, um von der bisherigen Raub-Bau-Mentalität zu einem neuen Bewusstsein dafür zu kommen, dass wir alles, was wir verbauen, von künftigen Generationen nur geborgt haben?

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