architektur.aktuell 03/2004

architektur.aktuell 03/2004

entertainment

Francisco Mangado: Konzert- und Kongresshaus in Pamplona, Spanien | Concert and Congress Building in Pamplona, Spain

Photos: Roland Halbe; Text: Hans Hartje
BaluArte

Mit Pamplona assoziiert man gemeinhin Stierkampf und Hemingway. Beides trifft zu, aber wohl seit längerer Zeit schon nicht mehr den Kern der Hauptstadt der spanischen Region Navarra. Sie ist, wie das ganze Land, in der Neuzeit angekommen und ihr Herz schlägt nur noch Anfang Juli höher beim Anblick einer Horde wutschnaubender Stiere, im Alltag dagegen herrscht die Geräuschkulisse von Scootern und Pressluftbohrern vor.


NO.MAD/Eduardo Arroyo: Lasesarre Fußballstadion in Barakaldo, Spanien | Lasesarre Football Stadium in Barakaldo, Spain

Photos: Roland Halbe; Text: Hans Hartje
Das Wunder von Barakaldo

Barakaldo ist ein Vorort von Bilbao. Wie die anderen Kommunen der Gemarkung kommt auch Barakaldo seit der Eröffnung des Guggenheim-Museums vor sechs Jahren in den Genuss der von der Agentur “BilbaoRia 2000″ in großem Rahmen angelegten Stadtrenovierung. Als vorläufig jüngstes Kind ist im September vergangenen Jahres das Fußballstadion Lasesarre aus der Taufe gehoben worden.


Eduardo Souto de Moura: Fußballstadion in Braga, Portugal | Soccer Stadium in Braga, Portugal

Photos: Christian Richters; Text: Wolfgang Jean Stock
Die Brücken der Inkas

“Fußballarenen sind die Pilgerstätten von heute”, sagen die Schweizer Architekten Herzog & de Meuron, die derzeit das neue Stadion in München bauen. So wurden denn für die Fußball-Europameisterschaft 2004 in Portugal nicht weniger als zehn Sportstätten umgebaut oder neu errichtet. Der nördlichste Standort liegt am Rand der Stadt Braga, wo Eduardo Souto de Moura ein Stadion in Stahlbeton geschaffen hat, das den Prinzipien der “strukturellen Architektur” folgt. Ungewöhnlich ist, dass sich die körperhaft aufragende Arena auf beiden Schmalseiten zur Landschaft öffnet. 


Barthélémy & Grino: Stadion von Nanterre, Frankreich | Nanterre Stadium, France

Photos: Hélène Binet, Bernard Taboureau, Philippe Ruault; Text: Dominique Boudet
Sport-Landschaft

Mit einem Sportplatz ist die Pariser Vorort-Gemeinde Nanterre angetreten, ihr Projekt einer sanften Banlieu-Sanierung umzusetzen. Neben außergewöhnlichen technischen Entwicklungen der Architekten ist dabei auch der landschaftsplanerische Ansatz bemerkenswert.


Josef Hohensinn: Sport- & Freizeitanlage in Bad Aussee, Steiermark | Sport and Leisure Complex in Bad Aussee, Austria

Photos: Walter Luttenberger, Paul Ott; Text: Nikolaus Hellmayr
Hattrick mit Nachhaltigkeit

Sportanlagen gehören zu den Bauaufgaben, bei denen vom Bauherrn oft noch gerne selbst Hand angelegt wird. Was im sozialen Kontext – zumal im ländlichen Raum – ein Vorzug sein mag, stellt sich architektonisch zumeist als schwer beherrschbarer Wildwuchs mit fragwürdigen funktionellen Qualitäten und ausufernden Betriebskosten dar. Josef Hohensinn bietet dazu eine funktionsfähige Alternative.


Ernst Roth, Winkler + Ruck: Sporthalle Bad Kleinkirchheim, Kärnten | Gymnasium in Bad Kleinkirchheim, Austria

Photos: Gisela Erlacher, Roland Winkler; Text: Roland Gruber/noncon:form
Zirkeltraining mit Leidenschaft 

Tourismusorte haben die unselige Eigenschaft, dass sie sich mit Hingabe um ihre Gäste kümmern, die ortsansässige Bevölkerung jedoch eher vernachlässigt wird. Ausreichend Raum für deren Aktivitäten ist aber gerade Voraussetzung, um ein intaktes und ganzjähriges Zusammenleben zu fördern. In Bad Kleinkirchheim in Kärnten ist eine neue Sporthalle als Treffpunkt und Bewegungsraum für Schüler und Bewohner entstanden, die nicht nur das Vereinsleben positiv beeinflusst, sondern auch ein baukulturelles Zeichen setzt.


Mathis Barz: Erweiterung der Swarovski Kristallwelten in Wattens, Tirol | Addition to the Swarovski Kristallwelten in Wattens, Austria

Photos: Mathis Barz; Text: Matthias Boeckl
Im Schatzhaus der Kristallbarone

Die Swarovski Kristallwelten zählen zu den meistbesuchten Tourismusattraktionen Österreichs und spielen in einer Quotenliga, in der sich sonst nur noch Schloss und Tiergarten Schönbrunn finden. Nach fünf Millionen Besuchern in acht Jahren Betrieb war eine Erweiterung fällig, die nach der künstlerischen Idee von André Heller vom jungen Schweizerisch-Wiener Entertainmentspezialisten Mathis Barz geplant wurde.


Small&Smart

Ernst Giselbrecht, Johannes Kaufmann: Tribüne Reitplatz Piber in Köflach, Steiermark | Spectator stand at Piber riding arena in Köflach, Austria

Photos: Paul Ott; Text: Nikolaus Hellmayr
Noblesse oblige

“Mythos Pferd”, die Landesausstellung 2003 im weststeirischen Piber, war der Anlass, um die Infrastruktur des traditionsreichen Lipizzaner-Gestüts Piber, in dem jeden Sommer auch die Pferde der Spanischen Hofreitschule in Wien neue Kräfte sammeln, zu ergänzen und aufzuwerten. Das seit Jahren erfolgreich geübte Konzept, die Investitionen in Landesausstellungen für längerfristig sinnvolle Nachnutzungen einzusetzen, steht in Piber auch im Zusammenhang mit der geplanten Ausgliederung der Lipizzaner-Zucht aus der Bundeshoheit. Ernst Giselbrecht plante für einen Turnierplatz mit internationalen Abmessungen zunächst eine Überdachung mit niedrigen Tribünen. Über dem Platz im Ausmaß von 100 x 50 m sollte eine leichte Holzkonstruktion gespannt werden, von acht schlanken Stützen am Feldrand getragen und mit Abspannungen in Schwebe gehalten. Dieses ambitionierte und bautechnisch innovative Konzept konnte letztlich nicht realisiert werden. Stattdessen entwarf Giselbrecht eine Zuschauertribüne, die sich möglichst unauffällig in die Turnieranlage am Fuße des Schlossberges einfügen sollte. 

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