architektur.aktuell 12/2011

architektur.aktuell 12/2011

Sacred space

Ein Leben für die Selbstbestimmung. Ottokar Uhl 1931–2011

Text: Isabella Marboe
Architekt Ottokar Uhl war ein Idealist und Vordenker. Am 3. November 2011 ist der Pionier der Partizipation gestorben.


Geiswinkler & Geiswinkler, Altarraumgestaltung der Kirche St. Michael in Wien Heiligenstadt

Text: Isabella Marboe
Apsis und Hauptschiff von St. Michael sind leicht gegeneinander verschwenkt. Bei der Neugestaltung von Altar, Ambo und Sessio nahmen Geiswinkler&Geiswinkler die beiden Hauptrichtungen auf.


Kirche in Wolnzach: Selbstbewusster Auftritt

Text: Wolfgang Jean Stock
Während in anderen deutschen Regionen schon viele Kirchen aufgegeben und einige sogar abgebrochen wurden, werden im Freistaat Bayern noch immer neue Gotteshäuser gebaut. Ein markantes Beispiel ist dieses evangelische Gemeindezentrum im ländlichen Raum.


Ein Stallspaziergang in den Alpen

Text: Edith Schlocker
Nirgends deutlicher als in der bäuerlichen Architektur spiegelt sich der gesellschaftliche Wandel der letzten 50 Jahre. Durch EU-Normen genauso wie durch den Wandel in der Produktion von Nahrungsmitteln haben die Stadel und Ställe von einst ausgedient,trotzdem dominieren sie – noch – die alpine Landschaft.


Wittgensteins Haus – die wahre Geschichte seiner Rettung

Text: Matthias Boeckl
Der Erfolg hat stets viele Väter – im Falle des berühmten Hauses, das der Philosoph Ludwig Wittgenstein für seine Schwester Margarethe Stonborough-Wittgenstein in Wien errichtete, schreibt sich die Wiener Architektenschaft seine Bewahrung vor dem Abriss auf die Fahnen. Eine Ausstellung in der „karglbox“ rief nun den ganzen Verlauf in Erinnerung.


Michael Wallraff – Ausstellung im Wiener MAK

Text: Robert Temel
Eine der ersten Ausstellungen, die der neue Direktor des Wiener Museums für angewandte Kunst MAK, Christoph Thun-Hohenstein, eröffnete, widmet sich der Architektur und dem öffentlichen Raum – angewandte Kunst im besten Sinne.


Glenn Murcutt-Ausstellung im Architekturzentrum Wien

Text: Claudia Rinne
Der Architekt Glenn Murcutt baut ausschließlich in Australien, lehrt aber weltweit und wurde 2002 mit dem Pritzker Prize geehrt. Die Architecture Foundation of Australia stellte eine Auswahl seiner Arbeiten zusammen, die dank der Initiative des Az W derzeit in Wien, anschließend an drei weiteren Stationen in Europa zu sehen ist.


Projekte

Coop Himmelb(l)au
Martin-Luther-Kirche, Hainburg, Niederösterreich – Form und Symbol

Photos Duccio Malagamba
Text Matthias Boeckl

In den 1950er Jahren öffnete sich die katholische Kirche in Gestalt fortschrittlicher französischer Dominikanermönche der künstlerischen Moderne: Atheisten und Agnostiker wie Fernand Léger, Le Corbusier, Henri Matisse und andere wurden mit Kirchenbauten beauftragt. Eine ähnlich spannende Konstellation kann man erwarten, wenn sich die ehemalige 1960er-Avantgarde, die mit Religion nie etwas zu schaffen hatte, nun mit dem Sakralbau befasst.


Renzo Piano Building Workshop & Michel Corajoud
Empfangsgebäude und Klarissinnenkloster in Ronchamp, Frankreich – Entmaterialisierung ist Spiritualität

Photos Michel Denancé, Susanne Stacher
Text Susanne Stacher

Le Corbusiers berühmte Kapelle „Notre-Dame du Haut“ hat einen neuen Nachbarn, den man jedoch kaum wahrnimmt. Respektvoll und diskret fügt sich Renzo Pianos Neubau in die Flanke des Hanges und verschwindet gänzlich für den auf der Hügelkuppe stehenden Besucher, welcher nach wie vor ungestört das alte Meisterwerk bewundern kann.


Beneder Fischer
Pfarrkirche Lingenau, Vorarlberg – Wasser, Baum und Erde

Photos Robert Fessler
Text Isabella Marboe

Der letzte Umbau der Pfarrkirche Lingenau datierte aus den 1960ern. Wochentagskapelle gab es keine, eine Sanierung stand an, man lud zum Wettbewerb. Die Wiener Architekten Ernst Beneder und Anja Fischer siegten. Fast ein Jahr quartierten sie sich im Bregenzer Wald ein, um den Bau zu überwachen. Das Resultat ist überwältigend: Eine Kirche als sakrale Landschaft. Olivenbaum inklusive.


xarchitekten
Seelsorgestelle voestalpine Linz, Oberösterreich – Unter der Erde: ein helles Licht

Photos Rupert Asanger, David Schreyer
Text Romana Ring

Viele verschiedene Motive standen beim Entwurf der voestalpine- Seelsorgestelle zur Verfügung: Es geht um Spiritualität in der Arbeitswelt, um Natur und Industrie, um Gott und um natürliche Ressourcen. Die Vielfalt der Symbole und Metaphern wurde von den Architekten in einer technoiden Formensprache reduziert und in einen Schlackehügel gegraben. Zahlreiche Zusatzfunktionen verleihen dem Ensemble viel Mehrwert.


Hubmann · Vass
Aufgang zum Castello di Rivoli, Turin, Italien – Unter dem Schloss

Photos Michele D’Ottavio, Hubmann·Vass, Andrea Bocco Guarneri
Text Andrea Bocco Guarneri

Hubmann · Vass schließen die Neugestaltung des Hügels von Rivoli ab. Die Stadt Rivoli wird von dem Schloss beherrscht, das, 1718 von Filippo Juvarra für König Viktor Amadeus II. entworfen, nie vollendet wurde. Es thront auf einer Moräne am Scheitelpunkt einer dreizehn Kilometer langen Barock-Achse, die von Turin nach Frankreich hin verläuft. Seit 1984 beherbergt das Schloss ein international renommiertes Museum für zeitgenössische Kunst.


Berger+Parkkinen
Albert-Schultz-Eishalle, Wien-Kagran – Eine Arena unserer Tage

Photos Berger+Parkkinen
Text Matthias Boeckl

Schon seit längerer Zeit ist Sport nicht mehr bloß Sport. Das Publikum will mehr Unterhaltung. Zudem müssen anspruchsvollere Athleten, aufwändigere Anlagen und mehr Personal finanziert werden. So mutiert eine einfache Eishalle zu einem veritablen Multifunktionskomplex.

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