02
Dez

Konferenz | Bauhaus sammeln

Joost Schmidt (Entwurf und Fotografie), Wand im Atelier Joost Schmidt in Dessau (mit Gipstorso und gespiegelter Kugel), 1932, Ausschnitt aus einer Fotomontage aus drei Einzelbildern / Bauhaus-Archiv Berlin, Inv.-Nr. 2011, 72.1, © VG Bild-Kunst, Bonn

Bauhaus Museum Dessau

Mies-van-der-Rohe-Platz 1
06844 Dessau-Roßlau
Deutschland

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Es war im Jahr 1947 als Walter Gropius und Charles Kuhn ihre gemeinsame Idee für eine Bauhaus Study Collection am damaligen Germanic Museum der Harvard University realisierten. Inzwischen ist die Sammlung des heutigen Busch-Reisinger Museums in Cambridge eines der größten Konvolute an Bauhausobjekten in Nordamerika. Vergleichbar vieler Sammlungen zum Bauhaus weltweit ist ihr Werdegang unmittelbar verbunden mit der dramatischen Geschichte des Bauhauses zwischen Schließung, Vertreibung und Exil im 20. Jahrhundert.


Die Konferenz:
Die internationale Konferenz Bauhaus sammeln bildet den Abschluss des Jubiläumsjahres. Kurator*innen, Sammler*innen, Kunsthistoriker*innen, Vermittler*innen und Museumsleute sind nach Dessau eingeladen, um sich über die global verstreuten Objekt- und Sammlungsgeschichten des Bauhauses auszutauschen.

Das Bauhaus Archiv Berlin, die Stiftung Bauhaus Dessau und die Klassik Stiftung Weimar sind die Institutionen mit den drei größten Bauhaus-Sammlungen der Welt. Das Bauhaus ist jedoch nicht nur nationales, sondern auch internationales Erbe. Bauhaus-Objekte und -Konvolute sind über die ganze Welt verstreut. Die Schließung des Bauhauses durch die Nationalsozialisten, die Diffamierung ihrer Werke als „entartet“, Flucht und Emigration haben dazu geführt, dass Bauhausobjekte weltweit gesammelt werden.

Die Konferenz Bauhaus sammeln zeigt, dass das neue Bauhaus Museum Dessau Teil eines weltweiten Netzwerks von Museen mit Bauhaus-Sammlungen ist. Oft sind diese mit privaten Schicksalen im turbulenten 20. Jahrhundert ebenso verknüpft, wie mit den Mechanismen und Dynamiken des internationalen Kunstmarktes. Die Teilnehmer*innen werden sich übe die facettenreichen Provenienzen der Sammlungen sowie die  unterschiedlichen Ausstellungs- und Vermittlungsstrategien austauschen und davon ausgehend Fragen einer globalen Bauhausgeschichtsschreibung diskutieren. Und schließlich gilt es darüber nachzudenken, wie die globalen Verflechtungen für ein Bauhausmuseum im 21. Jahrhundert fruchtbar gemacht werden können.


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