22
Mai

Wettbewerb: Isolationen Bewohnen

© Atelier Kopfhoch

Atelier Kopfhoch

Luftbadgasse 6
1060 Wien
Österreich

Die Lebensrealität der meisten Menschen hat sich in den letzten Wochen radikal verändert. Die weltweite COVID-19 Pandemie schränkt das physisch-soziale Leben drastisch ein und verkleinert den persönlichen Bewegungsradius in vielen Fällen auf die nun sprichwörtlichen eigenen vier Wände. Diese einschneidende Veränderung trifft nicht nur uns, sondern auch unseren Wohnraum unvorbereitet. In den meisten Fällen ist dieser im urbanen Raum nicht dafür ausgelegt die neuen Anforderungen aufzunehmen und alle Bereiche des normalen Lebens auf sich zu vereinen. 

Der vorliegende Wettbewerb lädt nun dazu ein, diese Grundproblematik in Zeiten von COVID-19 in Frage zu stellen und Wohnraum zu denken, der diesen Ausnahmezustand zum Normalzustand erhebt. Ein Versuch die dystopische Realität in qualitative Form zu bringen. 

Ein gesundheitliches, politisches, aber vor allem soziales Umdenken wird dadurch in dieser fiktiven Gesellschaft notwendig. So stellt sich die Frage, wie Wohnraum – der sich nun nicht mehr nur auf Wohnen beschränken darf – diesen neuen Anforderungen gerecht werden kann. 

Die Funktionstrennung zwischen „Wohnen“, „Arbeiten“ und „Freizeit“ wird obsolet.   

Noch nie waren Menschen so sehr an ihren Wohnort gebunden. 

Noch nie mussten BewohnerInnen ohne Fremdkontakt Monate, wenn nicht sogar Jahre, in den eigenen vier Wänden ausharren. 

Noch nie mussten so viele Anforderungen in einer einzigen allumfassenden architektonischen Typologie Raum finden. 

Noch nie war es so notwendig Wohnen neu zu denken, im Angesicht einer veränderten Realität, die uns möglicherweise nie mehr ganz verlässt, im Rahmen der Aufgabenstellung aber dauerhafter Normalzustand ist. 


Aufgabenstellung

Mit der in den letzten Wochen und Monaten nötig gewordenen Veränderung der Wohngewohnheiten von Millionen Menschen stößt der Wohnbau auf Grenzen, die in dieser Art bis dato noch nicht bedacht werden mussten. 

Die hier thematisierte architektonische Aufgabe basiert auf dem Gedankenspiel, dass die BewohnerInnen eines Mehrparteien-Hauses über mehrere Monate, wenn nicht sogar Jahre, hinweg ihren Wohnbereich zu keinem Zeitpunkt verlassen dürfen. Gearbeitet wird aus dem Home-Office, Essen kann von Restaurants oder einem Supermarkt geliefert werden und die sozialen Kontakte der BewohnerInnen mit der „Außenwelt“ können über soziale Medien aufrechterhalten werden. 

Zu konzipieren ist demnach ein Wohnbau im innerstädtischen Gebiet Wiens, der den Anforderungen eines Lebens, welches strikt an die eigenen vier Wände gebunden ist, gerecht wird. Die herkömmliche Wohnung findet kaum Antworten auf eine derartig extreme Situation und soll hierbei kritisch hinterfragt und weitergedacht werden. So entsteht die Chance Wohnen auch für kommende Generationen neu zu denken und zu erweitern. Utopische Projekte zum Thema „Wohnbau“ und radikal-alternative Konzepte zu den Wohngewohnheiten der Menschen im Allgemeinen sollen in diesem Wettbewerb ihren Platz finden. 


Die Jury

Sybille Caspar
Architektur
www.casparwichert.at

Mark Neuner
Architektur/Design
www.mostlikely.at

Klemens Schillinger
Produkt/Möbeldesign
klemensschillinger.com

Markus Spiegelfeld
Architektur
www.werkstattwien.at

Ulrike Tinnacher
Architektur
ulriketinnacher.at
tiburg.at


Registrierung

Der Wettbewerb richtet sich an Studierende und junge GestalterInnen. Jurymitglieder oder ähnlich involvierte Personen in die Gestaltung dieses Wettbewerbs ist die Teilnahme untersagt. Die Registrierungsgebühr beträgt 30€. Die maximale Teamgröße darf 3 Mitglieder nicht überschreiten. Mit der Einzahlung bezieht jedes Team einen Registrierungscode. Teams können auch mehrere Projekte einreichen, müssen jedoch für jedes einen eigenen Registrierungscode erwerben. Teammitglieder dürfen nach der Registrierung nicht mehr ausgetauscht, hinzugefügt oder entfernt werden. 

Die Beurteilung erfolgt anonymisiert. 

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