Sanierung von Natursteinfassaden – wie sie abläuft und was sie kostet

Naturstein ist nicht mit unseren modernen Baustoffen vergleichbar. Das liegt jedoch keineswegs nur an der Oberflächenbeschaffenheit, sondern auch an den chemischen und physikalischen Eigenschaften. Daher ist es auch gar nicht so einfach Natursteinfassaden langfristig zu erhalten. Zum einen müssen die jeweiligen Reparaturmaterialien auf den Naturstein abgestimmt werden. Zum anderen gilt es das Originalmaterial zu erhalten.

Fakt ist, dass es kaum noch Gebäude aus Naturstein gibt. Schließlich kommen so gut wie keine neuen dazu, da andere Materialien für den Bau wesentlich attraktiver sind. Das macht es umso wichtiger Natursteingebäude sowie Kunst- und Kulturobjekte zu erhalten, damit wir sie auch in Zukunft noch bewundern können. Gerade bei Gebäuden hat sich der Einsatz von Steinfestiger im Laufe der Jahre bewährt. Vor allem Steinfestiger auf Basis von Kieselsäureester ist äußerst wirksam, wenn es um die Sanierung von Natursteinfassaden geht. Doch wie läuft eine solche Sanierung eigentlich ab?

Ertüchtigung des Mauerwerks
Um die Tragfähigkeit des Mauerwerks zu erhöhen, sollte es ertüchtigt werden. Zu diesem Zweck gibt es spezielle Füll- und Injektionsmörtel. Für Naturstein kommen ausschließlich fließfähige und mineralische Mörtel infrage. Diese Mörtel werden dann mit Niederdruck verpresst. Das führt zur Verbesserung der Standsicherheit von Mauern und ist für die Sanierung von Natursteinfassaden unerlässlich.

Reinigung und Erneuerung der schadhaften Verfügung
Eine Reinigung sollte nicht nur zur optischen Aufbesserung durchgeführt werden. Sie ist auch wichtig, um ein Austrocknen des Untergrunds zu begünstigen. Das ist bei zu vielen Schmutzkrusten nur schwer möglich. Diese speichern nämlich Feuchtigkeit, wodurch ein Trocknen erschwert wird. Des Weiteren ist es wichtig Risikofaktoren wie Salzanreicherungen zu beseitigen. Dafür eignet sich der Einsatz von Entsalzungskompressen. Die Kompressen werden wie Putz aufgetragen und wirken anschließend ein. Dabei sammeln sie Salze an. Nach etwa drei Wochen werden die Entsalzungskompressen mitsamt den angesammelten Salzen entfernt. Die grundlegende Reinigung ist damit erledigt. Allerdings gilt es noch die schadhafte Verfugung zu entfernen. Auch das ist ein wichtiger Schritt zur Erneuerung von Natursteinfassaden. Die Fugenmörtel werden dabei ausgeräumt und gegebenenfalls ersetzt.

Quellminderung
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Quellminderung. Aufgrund der Eigenschaften von Naturstein kommt es mit der Zeit zu einem hygrischen Quellen und Schwinden. Dieses Quellen und Schwinden ist eine der häufigsten Ursachen für beschädigten Naturstein. Um das Problem zu beheben, muss Quellminderer genutzt werden. Dieser reduziert nämlich sowohl das Quellmaß als auch die Quellgeschwindigkeit.

Wie viel die Sanierung von Natursteinfassaden kostet
Die Kosten für eine Sanierung von Natursteinfassaden hängen von unterschiedlichen Faktoren ab. Von Relevanz sind unter anderem das beauftragte Unternehmen, die Größe der Fassade, der Grad der Beschädigung sowie das genutzt Verfahren. Wie hoch die Kosten ausfallen, kann daher erst nach einer Besichtigung durch Fachkräfte berechnet werden. In jedem Fall ist es sinnvoll auf eine professionelle Sanierung durch Fachkräfte zurückzugreifen. Eine eigenständige Sanierung ist nicht zu empfehlen. Das Risiko von Beschädigungen ist dafür einfach zu hoch. Schließlich handelt es sich um eine komplexe Aufgabe, die ein gewisses Fachwissen erfordert. Bereits kleine Fehler können schwerwiegende Auswirkungen haben. Daher ist es besser auf Profis zu vertrauen.

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