RIEPL RIEPL ARCHITEKTEN

Campus der Johannes Kepler Universität Linz

RIEPL RIEPL ARCHITEKTEN, Kepler-Hall der Johannes Kepler Universität Linz © Bruno Klomfar

Mit vier Gebäuden und den neu gestalteten Freiräumen ist es Riepl Riepl zusammen mit DnD Landschaftsplanung gelungen, die ursprünglichen Qualitäten der Johannes Kepler Universität Linz unter den Ablagerungen der Jahrzehnte freizulegen. Und in eine für zukünftige Entwicklungen offene Form zu bringen.


Sein dunkler Sockel markiert den Platz. Das nach Osten weit ausladende Vordach schafft einen fließenden Übergang zwischen dem Außen- und dem von geschoßhohen Glaselementen transparent umhüllten Innenraum. Als erste Anlauf- und Informationsstelle, als Aula und nicht zuletzt als Sportstätte der JKU setzt die Kepler Hall ein starkes Zeichen zur Stadt hin, das ohne Umschweife das Selbstverständnis der Universität transportiert.


Keineswegs aus der Motivation eines platten Antagonismus zur schwarzen Kepler Hall weiß glänzend gefasst ist der Erweiterungsbau der Bibliothek.

Den Auftritt des von der Postmoderne gezeichneten Bestandes hat man im Zuge seiner Sanierung beruhigt, die Erdgeschosszone durchlässig gestaltet und mit öffentlicher Nutzung belebt. Die Erweiterung der Bibliothek haben Riepl Riepl in einem dritten Obergeschoss untergebracht, das, von schlanken Säulen getragen, weit über die südliche Kante des Bestandes kragt und so einen wiederum vielfältig nutzbaren Vorplatz beschirmt.

Eine geschwungene Freitreppe führt hinauf in das begrünte Atrium des Learning Centers.

Möglichst niederschwelligem interdisziplinärem Austausch, insbesondere der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft, ist auch das Open Innovation Center (OIC) am südwestlichen Rand des Campus-Areals gewidmet.

Den leichten Anstieg des Geländes haben Riepl Riepl Architekten zur Anordnung eines von der Verkehrsfläche im Süden her ebenerdig zugänglichen Untergeschosses aus rot durchgefärbtem Stahlbeton genutzt. Darüber erhebt sich ein zweieinhalb Geschosse hoher konstruktiver Holzbau, dessen an der Fassade liegende Tragstruktur ebenso wie die das Obergeschoß und Teile des Erdgeschosses beschattenden Holzlamellen in der Farbe des Betons gestrichen sind. Hinter der hohen Attika verbergen sich nach Süden geneigte Sheddächer, die den Innenraum blendungsfrei belichten, während ihre mit Photovoltaik-Paneelen bestückten Dachflächen Strom erzeugen.

Von solcher Funktionalität unberührt ist das nach einer Erzählung des großen Gelehrten Johannes Kepler benannte Somnium. Es erhebt sich, wenige Schritte vom OIC entfernt, über dem so genannten TNF-Turm der technisch-naturwissenschaftlichen Fakultät, dem höchsten Gebäude des Universitätsgeländes. Von einer Rampe aus Holz getragen und von der filigranen Stahlkonstruktion gerade noch gehalten, wendet man sich nun ganz der Landschaft zu.

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