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Frauen-Power – Neue Perspektiven und zukunftsorientierte Denkansätze

3 Architektinnen ORTE

Architektinnen sind leider immer noch Mangelware. Aus diesem Grund war es dem Architekturnetzwerk Niederösterreich ORTE bei seiner zweitägigen Veranstaltung „Besser als gewohnt“ wichtig, weibliche Stimmen einmal mehr sichtbar zu machen. Drei erfolgreiche Architektinnen ließen mit neuen Perspektiven und zukunftsorientierten Denkansätzen aufhorchen.


Architektin Regina Lettner hat ihre persönliche Nische im Holzbau, in der sie sich mit der Marke Skywood gestalterisch voll entfaltet. Nicht das Haus auf der grünen Wiese, sondern das Bauen in der Stadt reizt sie dabei ganz besonders. Begonnen hat alles mit dem Neubau des Naturfreundehaus Knofleben, bei dem sie die Vorteile des Holzbaus zu schätzen lernte. Regina Lettner legt ihren Fokus als Generalplanerin ganz klar auf die städtische Nachverdichtung und Aufstockung in Holz-Systembauweise, in der sie bereits eine ganze Reihe von Dachausbauten wie den Paradiesvogel oder die Kaiserlaube realisiert hat. Das Argument von BauträgerInnen, die KäuferInnen würden Beton bevorzugen, kann sie nichts abgewinnen: Mit einer selbstinitiierten Befragung von 300 Personen kommt sie genau zum konträren Ergebnis, das auch von EntwicklerInnen bestätigt wird. Das Mehr an Qualität – beim Bauen und nicht zuletzt beim Wohnen – wäre den künftigen BewohnerInnen tatsächlich sogar mehr wert. Der Lebenszyklus sei das zukünftige Maß aller Dinge.

Karin Triendl

Zweifamilienhaus Hadersfeld von Karin Triendl

Startpunkt für Architektin Karin Triendl war, den Begriff „gewohnt“ kritisch zu betrachten. Sie sieht die Rolle der Architektin darin, verantwortungsvoll mit den zur Verfügung stehenden Mitteln umzugehen – sparsam und lokal verfügbar. Der Beitrag der Architektin ist es, Aufgaben möglichst intelligent zu lösen - das bedarf einer sorgfältigen Überlegung, was man wie einsetzt, und manchmal auch ungewöhnliche Lösungen. Das Haus am Bisamberg ist ein Projekt, das mit viel Eigeninitiative der BauherrInnen errichtet wurde und Möglichkeiten bietet, auf veränderte Lebensumstände zu reagieren. Großzügig, nachhaltig, wandelbar sind auch die Adjektive, die zum komplett in Holzbauweise errichteten Haus Hadersfeld für zwei Familien, ausgezeichnet mit dem Niederösterreichischen Holzbaupreis, passen. Die vielseitige Nutzbarkeit von Räumen erzeugt viele Freiheiten für die BewohnerInnen.

 

Den ganzen Bericht zu den vortragenden Architektinnen gibt es jetzt in der Ausgabe zu lesen:

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