Salzburg sieht rot

Das neue asiatische Lokal Maneki Neko in konsequentem Rot. (c) Maneki Neko

Ort:  Salzburg, Altstadt
Themen:  Interiordesign
Autor:  Julia Meissl

Salzburg sieht rot

 

Das vor kurzem eröffnete Restaurant Maneki Neko sorgt für positiven Aufruhr in der Salzburger Altstadt. 

Designtechnisch hält sich die Stadt Salzburg ja bislang eher gedeckt und möchte ihre gepflegte Nostalgie in den Altstadtgassen so gut wie nur möglich bewahren. Doch allmählich werden auch in ihr immer mehr Architektur- und Interiortrends wach. Diese fügen sich, entgegen aller Kritiker, optimal in die stets gehegte und von der Vergangenheit geprägte Salzburger Stillandschaft ein.

Bei einem spätabendlichen Spaziergang durch Straßen und Gassen der Altstadt, vorbei am traditionellen Altstadthotel Kasererbräu in der Kaigasse, wird man einen dieser neuen Gestaltungsansätze entdecken, nämlich das brandneue Interiorkonzept des asiatischen Gourmetlokals Maneki Neko. Es ist das bereits dritte, in Salzburg lokale, Restaurant des angesehenen Gastronomen Yaoyao Hu.  

So besonders und anders, vom designtechnischen Aspekt her, macht es das auffällige Rot, welches sich durch das gesamte Lokal erstreckt. Böden, Wände und die Decke bilden dank der Farbe eine Einheit. Aber auch Dekorationen, Geschirr und diverse Details an Wänden und Mobiliar erstrahlen in feurigem Rot.

Die Idee und die Planung dieses extravaganten Gestaltungskonzepts ist dem Architektur- und Designbüro Undpartner, bestehend aus Michael Walder und Barbara Gollackner, zuzuschreiben. „Mal was Wilderes, über das man spricht.“, so lautete das Briefing an die Designer. „So etwas hört man als kreativer Mensch gerne.“, so Gollackner. Die einzige Frage, die sich Ihnen noch stellte, war, wie wild es denn werden darf. Nach langen und intensiven Überlegungen gemeinsam mit dem leitenden Team des Maneki Neko, kreierten sie schlussendlich das ideale Konzept. Eines, wie es sich in Salzburg nirgends sonst finden lässt, etwas ganz Neues und Anderes. Man musste sich anfangs zwischen auffälliger Farbgebung und extravagantem Mobiliar entscheiden, beides wäre zu viel des Guten gewesen. Es hätte Besucher, besonders die, die Bodenständigeres gewohnt sind, abgeschreckt.

Im Endeffekt wurde es die knallige Farbe und bei dem Mobiliar und der Dekoration setzten sie auf dezente Formen. „Rot ist für Salzburg radikal genug – man wird darüber sprechen.“, so die Designerin.

Am besten aber wäre es, sich selbst ein Bild zu machen und das einmalige Restaurant zu besuchen. Bereits nach dem Öffnen der Eingangstür, taucht man in eine neue Welt ein. Ein ungewöhnliches Design und allerlei auffällige Novitäten – auch essenstechnisch – sind die Merkmale des Maneki Neko in der Salzburger Altstadt.

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Maneki Neko Salzburg

Kaigasse 34

5020 Salzburg

www.manekineko.at

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Mit dem Jahresumbruch kam auch Barbara Gollackners Wunsch nach einem eigenen Büro. „Die nächste Etappe im Berufsleben darf einmarschieren. Und dabei auch ein bisschen mehr „Ich“ und weniger „und“ mit sich bringen.", so die Designerin. Undpartner gibt es demnach, so wie man das Unternehmen kannte, nicht mehr – dafür aber ein frisches, neues Interiordesign-Büro mit jugendlichem Touch:

barbara gollackner - produkt, interior, konzeption

Ignaz-Härtl-Straße 9

5020 Salzburg

www.barbaragollackner.at

 

(Quellen: Falstaff, Die Presse)