nonconform, Baugruppenprojekt B.R.O.T., Pressbaum © Kurt Hoerbst

Die Widmung sah Zweifamilienhausparzellen vor. Der Baugruppen-Verein B.R.O.T. – Pressbaum aber wollte wie im Dorf wohnen. Nun leben hier 59 Erwachsene und über 40 Kinder in zehn gekuppelten Baukörpern aus Holz nach Maß mit einem Haus für die Gemeinschaft, Schwimmteich und viel nachbarschaftlicher Teilhabe.


 

Das Grundstück liegt in Haitzawinkel bei Pressbaum in einem neuen Einfamilienhausgebiet: Im Westen grenzt es an einen noch sehr unverfälschten Wienerwald. Alle anderen drei Seiten sind von Einfamilienhäusern umgeben.

Es war widmungstechnisch in 23 Parzellen zu etwa 600 m2 für je zwei Wohneinheiten mit 150 m2 pro Parzelle plus 4% der Parzellengröße aufgeteilt, die von einer mittigen Straße rechts und links, sowie vom westlichen Rand des Grundstücks aus erschlossen wurden.

Das war für die B.R.O.T.-Gruppe von 59 Erwachsenen und mehr als vierzig Kindern, die 36 Wohnungen brauchten ungeeignet.
Der Weg zur jetzigen Bauform zeigt, wie man mit viel Kreativität bei der Auslegung der Bauvorschriften eine banale Widmung in eine lebendige, gemeinschaftliche, dorfartige Situation verwandeln und dabei auch den Bodenversiegelungsgrad senken kann.

nonconform teilte das Grundstück in elf Parzellen zwischen 1.200 m2 und 1.800 m2 so auf, dass sie möglichst viele Häuser in gekuppelter Bauweise aneinanderbauen konnten. Nun stehen statt der ursprünglich vorgesehenen 23 nur noch sieben Baukörper auf dem Grundstück. Sie wurden als vorgefertigte Holzbauten errichtet, passen sich dem Hang an und beinhalten 36 Unterkunftseinheiten.

nonconform, Baugruppenprojekt B.R.O.T., Pressbaum © Kurt Hoerbst

nonconform, Baugruppenprojekt B.R.O.T., Pressbaum © Kurt Hoerbst

Die Ausstattung ist einheitlich gewählt:
Fassaden aus Lärche, sichtbare Holzdecken, raumhohe Fenster konnten so mit Kostenersparnis erworben werden.
2,70 Meter Raumhöhe schaffen Großzügigkeit, viele Familien mit Kindern wünschten sich Haken für Sitzschaukeln in der Decke. 

Auch das Gemeinschaftshaus mit der selbstgebauten Küche im Veranstaltungssaal wird viel genutzt.
Eine Wohnung dient als Gemeinschaftspraxis.
Zisternen für das Regenwasser,
Photovoltaikanlagen am Dach,
die gemeinschaftseigene Food-Coop mit dem frischen Bio-Olivenöl, dem selbst gebackenen Brot von der Nachbarin und vielen anderen fair gehandelten und produzierten ökologischen Lebensmitteln,
der gemeinsame Obstgarten mit dem Trampolin,
Spielplatz,
Schwimmteich,
Werkstatt und
blühende Hochbeete
schaffen einen Ort zum Leben, der weit in die Nachbarschaft ausstrahlt.

nonconform, Baugruppenprojekt B.R.O.T., Pressbaum © Kurt Hoerbst

nonconform, Baugruppenprojekt B.R.O.T., Pressbaum © Kurt Hoerbst

nonconform, Baugruppenprojekt B.R.O.T., Pressbaum © Kurt Hoerbst

nonconform, Baugruppenprojekt B.R.O.T., Pressbaum © Kurt Hoerbst

Architekt

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