Fink Thurnher Architekten © Hanno Mackowitz

Ein nobler Stadel. Dass die Niederlassung eines Sicherheitstechnik-Unternehmens im vorarlbergischen Schlins keine kompakte „Kiste“, sondern ein zweigeschossiges Holzhaus mit Satteldach werden muss, war allein schon der raumplanerischen Logik geschuldet – für Fink Thurnher Architekten ein absolutes Muss.


 

Fink Thurnher Architekten © Hanno Mackowitz

Fink Thurnher Architekten © Hanno Mackowitz

Architektur als Wertschätzung

Das im Vorarlberger Walgau gelegene 2500-Einwohner-Dorf Schlins hat je nach Sichtweise kein wirkliches oder vielleicht auch mehrere Zentren. Alte Bauernhäuser, mehr oder weniger große Ein- und Mehrfamilienhäuser sowie Gewerbebauten reihen sich entlang der Straßen aneinander, wobei das einzig wirklich Spezielle ist, dass viele von ihnen leicht ausgedreht dastehen. Was auch für die städtebauliche Positionierung des Vorarlberg-Standorts der in Linz beheimateten din-Sicherheitstechnik durch Fink Thurnher Architekten ausschlaggebend war, genauso wie für die Form des Hauses. Von außen wirkt es auf einen ersten Blick fast wie ein nobler Stadel, während seine Atmosphäre im Inneren etwas durchaus Sakrales hat.

Die Subtilität, mit der Fink Thurnher Architekten das Gebäude denken, zeigt sich am unmittelbarsten bei Nacht, wenn es aus seinem Inneren heraus leuchtet.

Offen und Geschlossen

Betritt man den Schlinser Firmenstandort von din-Sicherheitstechnik, glaubt man sich fast in einer kleinen Kathedrale. Ein Eindruck, der nicht zuletzt dem sich wunderbar je nach Sonnenstand und Tageszeit wandelnden Licht in der bis unter das Satteldach offenen, zentralen Halle geschuldet ist. Mit einer von den Bregenzer Architekten entworfenen mächtigen Theke aus Beton bildet sie das „Herz“ des Hauses. Die räumlichen Strukturen sind prinzipiell sehr durchlässig, zelebriert als Spiel mit geschlossenen Flächen aus Holz und luftig vertikal gesetzten hölzernen Lamellen bzw. gläsernen Wänden. Etwa zu den großzügig dimensionierten, Richtung Südwesten orientierten, durch Schiebewände getrennten Büros, während der große Schulungsraum zur Halle hin komplett verschließbar ist.

Fink Thurnher Architekten © Hanno Mackowitz

Fink Thurnher Architekten © Hanno Mackowitz 

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